Arbeitsgemeinschaft Gastroenterologische Palliativmedizin (AGGP)

Der Palliativmedizin wird in Zukunft aus gesellschaftlichen, medizinischen und ökonomischen Gründen wachsende Bedeutung zukommen. Auf der 62. Jahrestagung der DGVS 2007 in Bochum hat sich die Arbeitsgemeinschaft  „Gastroenterologische Palliativmedizin“ konstituiert (Gründungsmitglieder: Prof. G. Pott/Nordhorn, Prof. G. Ramadori/Göttingen und Prof. P.R. Galle/Mainz). Hiermit bringt unsere Fachgesellschaft die Bedeutung zum Ausdruck, die sie der Palliativmedizin für ihre eigene Disziplin beimisst.

In der Tat haben ca. 80% der palliativmedizinischen Patienten gastrointestinale Symptome. Darüberhinaus rekrutiert sich ein großer Teil der Patienten mit fortgeschrittenem Tumorleiden aus der gastroenterologischen Onkologie, Patienten mit fortgeschrittenen Lebererkrankungen stellen eine weitere große Patientengruppe dar. Durch die endoskopischen Verfahren der Palliation einschließlich der PEG-Anlage kommt der Gastroenterologie eine Schlüsselrolle in der Palliativmedizin zu.

Struktur

Vordringliche Aufgabe wird es zunächst sein, der AGGP eine funktionsfähige Struktur zu geben. Wir würden uns freuen, einen möglichst großen Kreis an Interessierten anzusprechen und in die inhaltliche Diskussion über gastroenterologische Palliativmedizin und die Planung zukünftiger Aktivitäten einzubinden.

Bei Interesse bitten wir Sie, sich auf dieser Webseite als Mitglied der AG anzumelden.

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Inhaltliche Zielsetzung

Inhaltlich wird es um die Frage gehen, was gastroenterologische Palliativmedizin ist und welchen genuinen Beitrag die Gastroenterologie zur Palliativmedizinisch leisten kann. Darüberhinaus wird es wichtig sein, an der gesundheitspolitischen Diskussion teilzunehmen.

Voraussetzung für den Ausbau palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen wird eine angemessene Vergütung innerhalb oder außerhalb des DRG-Systems sein.

Weiterbildung

Die neue Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer sieht die Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin“ vor. Es muß diskutiert werden, wie die palliativmedizinische Weiterbildung unter den gegebenen Bedingungen für Gastroenterologen erfolgen kann.

Ziel könnte ein Curriculum „gastroenterologische Palliativmedizin“ sein.

Forschung

Viele Maßnahmen in der Palliativmedizin sind empirisch. Forschung in der Palliativmedizin hat sich bislang  auf die Untersuchung von Versorgungsstrukturen konzentriert. Bei der Planung zukünftiger Studien ist zu berücksichtigen,

dass viele der üblichen Standards klinischer Forschung wie das randomisierte, kontrollierte Design von Studien
wegen der besonderen Umstände auf palliativmedizinische Patienten nicht übertragbar sind.

 

Treffen

Angestrebt werden sollten 2 Treffen pro Jahr. Neben der Jahrestagung der DGVS im Herbst wäre eine Frühjahrstagung denkbar, entweder als eigenständiges Treffen

oder in Verbindung mit einer anderer Tagung, z.B. am Ort des amtierenden Sprechers.

Sprecher 2011/2013

PD Dr. med. Martin H. Holtmann PD Dr. med.
Martin H. Holtmann
Medizinische Klinik I
mit Schwerpunkt Gastroenterologie
 
St. Vincenz-Krankenhaus
Rottstr. 11
45711 Datteln
 
Tel.: 02363 - 1082051
Fax: 02363 - 1082052
 
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Stellvertretender Sprecher 2011/2013

Prof. Dr. med. Dirk Domagk Prof. Dr. med.
Dirk Domagk
Medizinische Universitätsklinik und Poliklinik B
 
Universitätsklinikum Münster
Albert-Schweitzer-Str. 33
48149 Münster
 
Tel.: 0251-83 47 559
Fax: 0251-83 47 570
 
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