Publikationen

Die DGVS hat diverse Publikationen veröffentlicht. Dazu gehören die Zeitschrift für Gastroenterologie, das offizielle Organ der Gesellschaft, sowie weitere Fachliteratur. Aber auch die Gesellschaft selbst wird in der Chronik und der Kongress-Chronik beleuchtet. Hier finden Sie eine Auflistung aller aktuell erhältlichen Publikationen der DGVS.

Weissbuch Gastroenterologische Erkrankungen 2017

Herausgegeben von Markus M. Lerch und Frank Lammert

Autoren:
Viola Andresen, Ines Aumann, Axel Dignaß, Matthias Ebert, Wolfgang Fischbach, Alexander L. Gerbes, Thomas M. Gress, Herbert Koop, Joachim Labenz, Frank Lammert, Ansgar Lange, Peter Layer, Markus M. Lerch, Ansgar W. Lohse, Petra Lynen Jansen, Nisar P. Malek, Julia Mayerle, Alexander Meining, Markus Möhler, Frédéric Pauer, Ruben Plentz, Rainer Porschen, Christian P. Pox, Elke Roeb, Thomas Seufferlein, Andreas Stallmach, Christian P. Strassburg, Christian Trautwein, J.-Matthias von der Schulenburg, Stefan Zeuzem

FRISCHTEXTE Verlag, Herne

978-3-933059-59-8

36,95 Euro inkl, MwSt.

Die Versorgung von Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse in Deutschland ist sowohl medizinisch, als auch gesamtwirtschaftlich von größter Bedeutung. Die nichtmalignen Erkrankungen der Verdauungsorgane sind nach den Herz-Kreislaufstörungen die mit Abstand häufigsten Krankheiten der Deutschen. Die DGVS hat in Zusammenarbeit mit dem Center for Health Economics Research in Hannover das „Weißbuch Gastroenterologische Krankheiten 2017“ unter der Federführung von Professor Frank Lammert und Professor Markus M. Lerch erstellt und der Mitarbeit zahlreicher namhafter Autoren aus den Reihen der Fachgesellschaft erstellt.

Jährlich werden rund 2 Millionen Menschen mit Krankheiten der Verdauungsorgane im Krankenhaus behandelt, und die Behandlung erfordert mehr als 11 Millionen Belegungstage. Wegen der Bedeutung des Gebietes in der Krankenversorgung und der sehr ausdifferenziert translationalen und erstklassigen Forschung des Faches ist die Gastroenterologie mit Hochschulprofessuren an allen 36 staatlichen Universitäten mit einer medizinischen Fakultät in Deutschland vertreten. Gemessen am seit 1996 erfassten h-Index steht die deutsche Gastroenterologie international hinter den USA und Großbritannien auf Platz 3, bei einzelnen Erkrankungen, wie z.B. der Hepatitis und der Pankreatitis, liegt sie bei der Anzahl der Publikationen und den Zitierungen auf Platz zwei hinter den USA.

Diese und weitere Gründe sprechen dafür, dass die Gastroenterologie sowohl international als auch in Deutschland nicht nur zu den aktivsten medizinischen Wissenschaftsgebieten gehört, sondern die Erkenntnisse ihrer hochkompetitiven grundlagen- und krankheitsbezogenen Forschung auch in erfolgreiche translationale klinische Studien umsetzen kann – und dies besser als fast jedes andere Gebiet der klinischen Medizin. Umso unverständlicher ist es, dass in einem so wissenschaftlich profilierten Gebiet mit einer so großen Bedeutung in der Krankenversorgung bisher die Förderung durch koordinierte Projekte der Wissenschaftsförderung des Bundes (z.B. Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung oder Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren) ausgeblieben ist. An der fehlenden Exzellenz in der Wissenschaft kann es nicht liegen, an der fehlenden Relevanz ihrer Krankheiten in Bezug auf Morbidität, Mortalität und Kosten für das Gesundheitssystem und die Gesamtwirtschaft ebenfalls nicht – an der fehlenden Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, der Gesundheits- und der Forschungspolitik möglicherweise schon.

Dieses Weißbuch soll daher auch dazu dienen, bei Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit mehr Bewusstsein für die Bedeutung der Erkrankungen der Verdauungsorgane zu schaffen. Der Hinweis auf die „vergessenen Volkskrankheiten“ muss möglichst bald der Vergangenheit angehören!

Im Handel erhältlich.

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Nutzen Sie die Diagramme und Abbildungen für Ihre Präsentation (Zitierung bitte wie folgt: M. M. Lerch, F. Lammert. Weißbuch Gastroenterologische Erkrankungen 2017, 1. Auflage. Frischtexte Verlag, Herne 2017.)

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Kodierleitfaden 2017

Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)

Kommission für medizinische Klassifikation und Gesundheitsökonomie
Dr. med. Bora Akoglu
Prof. Dr. med. Wolfgang Schepp

Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald

978-3-89862-973-7

9,99 Euro inkl, MwSt.

Die Kommission Medizinische Klassifikation und Gesundheitsökonomie der DGVS hat unter der Leitung von Herrn Dr. Bora Akoglu, Frankfurt, und Herrn Prof. Wolfgang Schepp, München, den Kodierleitfaden überarbeitet. Er gibt den Kolleginnen und Kollegen auf gastroenterologischen Stationen leicht verständliche Kodierhinweise, die eine korrekte, spezifische und vollständige Kodierung von gastroenterologischen Patienten ermöglichen sollen.

Für diese zehnte Ausgabe wurde der Kodierleitfaden erneut gründlich überarbeitet und auf die neuen Klassifikationssysteme (ICD-10-GM 2017 und OPS 2017) angepasst.  Neben vielen inhaltlichen und redaktionellen Änderungen, der Aufnahme neuer OPS und ICD-Codes und neuer Zusatzentgelte wurden Informationen zu folgenden Themen neu in den Kodierleitfaden 2017 aufgenommen:

Wesentliche Neuerungen

  • Gleichstellung endoskopischer Leistungen unabhängig ob die Hauptdiagnose aus der MDC 06 (Magen, Darm) oder 07 (Leber, Galle Pankreas) stammt.
  • Neue Zuordnung für Ösophagomyotomie und Ösophago-Gastromyotomie [Kardiomyotomie]
  • Einführung der ERCP als Splittkriterium bei Sepsispatienten
  • ESD: Neue OPS Codes und einheitliche DRG Zuordnung
  • OTSC: einheitliche DRG Zuordnung in die G47Z
  • Endoskopie mit retrogradem Zugang
  • Neubewertung der diagnostischen direkten Endoskopie der Gallenwege / des Pankreasgangs mit einem modular aufgebauten Cholangioskop
  • Die Dünndarmkapselendoskopie ist als einziges diagnostisches Verfahren aus dem Magen-Darm Bereich ein Splittkriterium in der H41
  • Deutsche Kodierrichtlinie 1510p
  • Aktualisierte Kodierempfehlungen des MDK zum Rektumkarzinom, Enterokolitis und Malignom

 

Erhältlich im Buchhandel zum Beispiel bei:

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Erhältlich als Download-PDF:

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Der Kodierleitfaden ist Bestandteil der DGVS Leitlinien App und steht zum kostenfreien Download für iOS und Android zur Verfügung.

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Zeitschrift für Gastroenterologie

Offizielles Organ der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten mit Sektion Gastroenterologische Endoskopie (DGVS)

Herausgeber:
T. Seufferlein, Ulm

Georg Thieme Verlag KG

Kostenfrei für Mitglieder der DGVS

Die Zeitschrift für Gastroenterologie ist seit 50 Jahren die führende deutsche Fachzeitschrift auf dem Gebiet der Gastroenterologie. Sie richtet sich an Gastroenterologen und alle anderen gastroenterologisch interessierten Ärzte. Als offizielles Organ der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie der österreichischen und ungarischen gastroenterologischen Fachgesellschaften informiert sie zuverlässig und aktuell über die wichtigen Neuerungen und Entwicklungen in der Gastroenterologie.

Lesen Sie Beiträge aus der aktuellen Ausgabe der ZfG online!

Zur aktuellen Ausgabe

100 Jahre DGVS

Herausgeber:
Harro Jenss, Guido Gerken, Markus M. Lerch

Autoren:
Harro Jenss, Matthias Georgi, Christoph Cegla, Markus M. Lerch

August Dreesbach Verlag, München

978-3-944334-17-2

42 Euro inkl, MwSt.

Im Jahre 2013 feiert unsere Fachgesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, ihren hundertsten Geburtstag. Diesen Jahrestag haben wir zum Anlass für eine Rückschau auf die Entwicklung unseres Faches und der Gesellschaft genommen. Diese Rückschau wird in Form eines Buches zur Geschichte der DGVS, das in Zusammenarbeit mit Historikern von Neumann & Kamp entstehen wird, zusammengefasst. Darüber hinaus wird es eine Ausstellung beim diesjährigen Jahreskongress in Nürnberg geben. Die Aufarbeitung von 100 Jahren DGVS wird nicht nur die Höhepunkte und Verdienste unserer Fachgesellschaft berücksichtigen, sie erinnert auch an die nach 1933 vertriebenen und ermordeten Gastroenterologen jüdischer Abstammung und stellt sich der Verstrickung von Gastroenterologen im Dritten Reich. Sie dürfen auf eine spannende, interessante und aufschlußreiche Chronik gespannt sein.

Die Innere Medizin in Deutschland hat länger als vergleichbare Gesellschaften im Ausland die Einheit ihres Faches als Ziel verteidigt und tut dies noch heute. Die Anfänge der Spezialisierung zur Gastroenterologie gehen zurück ins 19. Jahrhundert. Theodor Frerichs begann in Breslau im Jahr 1858 sein Werk zur „Klinik der Leberkrankheiten“ und Carl Ewald gab im Jahr 1879 den ersten Band seiner „Klinik der Verdauungskrankheiten“ heraus. Ismar Boas, ein Schüler Carl Ewalds, ließ sich im Jahr 1886 als erster Spezialarzt für Magen-Darm-Krankheiten in Berlin nieder und veröffentlichte 1890 sein Lehrbuch über die Magenkrankheiten. Den ersten Lehrstuhl für Gastroenterologie bekleidete Max Einhorn, ein Schüler von Gustav Langmann und Hospitant bei Carl Ewald in Berlin, im Jahr 1889 in New York.

Bereits 1897 gründete sich in den USA die „American Gastroenterological Association“ unter Beteiligung von Max Einhorn und John Hemmeter, der in Hanau und Wiesbaden zur Schule ging und den eine lebenslange Freundschaft mit Ewald verband. Die Japanische Gesellschaft für Gastroenterologie wurde 1902 durch Shokochi Nagayo gegründet, der sich nach dem Studium in München, Würzburg und Berlin bei Wilhelm von Leube auf die Gastroenterologie spezialisiert hatte und in Tokyo als erster Spezialist für Magen-Darm-Krankheiten niederließ. Noch heute heißt übrigens der Japanische Fachausdruck für Magenkrebs – Magenkrebs.

Trotz dieser Deutschen Führungsrolle bei der Entwicklung des Faches erfolgte die Gründung der DGVS im Jahr 1913, als erster europäischer Fachgesellschaft für Gastroenterologie, im Vergleich zu den USA und Japan relativ spät. Dies war nicht zuletzt dem hinhaltenden Widerstand von Kollegen zu verdanken, die die Einheit der Inneren Medizin gefährdet sahen und sich erst im Jahr 1912 auf die Erste Tagung für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, also einen „Spezialkongress“, verständigen konnten. Mit ähnlicher Zielsetzung (und genauso wenig Erfolg) haben spätere Gastroenterologen versucht, die Verselbstständigung der Endokrinologie und Diabetologie aus dem Verbund der DGVS zu verhindern, so z. B. mein Greifswalder Vorgänger Gerhardt Katsch als Präsident im Jahr 1952.

Einen offiziellen Facharzt für Magen-Darm-Krankheiten gibt es seit dem Bremer Ärztetag 1924 – und dieser wurde beim Ärztetag 1949 in Hannover auch gleich erst mal wieder abgeschafft. Die berufspolitischen Aktivitäten der DGVS beherrschte deshalb lange der Kampf um die Anerkennung der eigenen Subspezialisierung, der letztlich mit der Einführung des Gastroenterologen im Jahr 1968 auch erfolgreich war.

Interessanterweise verstanden sich weder die Gesellschaft für Innere Medizin (erster Kongress 1882) noch die Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (erster Kongress 1914) zunächst als Deutsche Veranstaltungen im nationalen Sinne und haben das Attribut erst in den Namen aufgenommen (Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin 1920, DGVS 1938) als die Deutsche Sprache nach dem ersten Weltkrieg ihre Bedeutung als lingua franca der Medizinischen Wissenschaft rasch verlor. Deshalb überrascht es nicht, dass DGVS-Kongresse auch in Wien (1920 war beschlossen worden, die Jahrestagung im Wechsel zwischen Berlin und Wien auszurichten), Budapest und Amsterdam stattfanden. Auch heute noch führt die DGVS diese Tradition fort mit zahlreichen ausländischen Mitgliedern und einer Fachzeitschrift, der „Zeitschrift für Gastroenterologie“, die gleichzeitig das offizielle Organ der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie und der Ungarischen Gesellschaft für Gastroenterologie ist. Von Anfang an war die DGVS auch als interdisziplinäre Fachgesellschaft angelegt, die sich seit der Grundsatzrede von Ismar Boas beim Kongress 1920 um die Einbeziehung von Grundlagenwissenschaftlern und Kollegen aus klinischen Partnerdisziplinen bemüht hat. Dies erklärt, warum in der 100-jährigen Geschichte 5 Chirurgen und ein Biochemiker (Robert Ammon 1969) der DGVS vorstanden.

“Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt.“  (Johann Wolfgang von Goethe)

Möge das Jubiläum Anlass sein,nicht nur an die Höhen und Tiefen unserer Fachgesellschaft in den ersten 100 Jahren seit ihrer Gründung zu erinnern, sondern auch den Enthusiasmus weitergeben, mit dem unsere Vorgänger sich für den Fortschritt des Wissens über die Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und das Wohl ihrer Patienten eingesetzt haben.

Markus M. Lerch
Präsident der DGVS

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100 Jahre Kongress - Die Präsidenten von 1914 bis 2014

Harro Jenss, Markus M. Lerch
im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs -und Stoffwechselkrankheiten

Sardellus Verlagsgesellschaft, Greifswald

978-3-9813402-5-9

24,90 Euro inkl, MwSt.

Am Freitag, den 24. April 1914, vormittags 09:00 Uhr eröffnete der erste Vorsitzende, Carl Anton Ewald, im Kursaal von Bad Homburg die Erste Tagung über Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und damit den ersten Spezialkongress für Gastroenterologie in Deutschland. Das 100-jährige Jubiläum der Jahrestagungen ist für die DGVS Anlass, mit biographischen Skizzen an die bisherigen Kongresspräsidenten und Vorsitzenden der Gesellschaft zu erinnern und deren Wirken zu würdigen.

Die jeweiligen Vorsitzenden repräsentierten die Fachgesellschaft und spiegeln zugleich gänzlich unterschiedliche Generationen wider, die vor allem zwischen 1914 und 1945 mehrfache Systemwechsel erlebten. Der Rückblick ist einerseits eine Erinnerung an zum Teil nahezu vergessene Kollegen, wie auch an international bekannte Forscher und Kliniker. Andererseits verdeutlicht er das weite fachliche Spektrum, für das unsere Repräsentanten standen, und dass heute als selbstverständlich erscheinende Vorgehensweisen und medizinische Fakten auf der Kreativität und den Ideen früherer Gastroenterologen basieren.

Die DGVS möchte die Erinnerung an diejenigen, die unsere Fachgesellschaft in 100 Jahren geprägt und geleitet haben, wachhalten und ihnen auf diese Weise für ihr großes Engagement um die DGVS danken. Mögen sie nachfolgenden Generationen von Gastroenterologen ein Vorbild sein.

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