100 Jahre DGVS - page 40

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Schwoch R. Approbationsent-
zug für jüdische Ärzte; 2043.
23
Martin Goldner in einer per-
sönlichen Mitteilung vom 4. Nov.
1986. In: Voswinckel P. Von der
ersten hämatologischen Fach-
gesellschaft zum Exodus der
Hämatologie aus Berlin. In: Fischer
W, Hierholzer K, Hubenstorf M,
Walther PTh, Winau R, Hg. Exo-
dus von Wissenschaften aus Ber-
lin. Berlin 1994; 560. Martin Gold-
ner, aus einer jüdischen Familie
stammend, war Assistenzarzt bei
v. Bergmann und hatte diesem für
dessen Werk
Funktionelle Patho-
logie
wesentlich zugearbeitet.
Vgl. v Bergmann G. Rückschau,
Geschehen und Erleben auf mei-
ner Lebensbühne. München 1953;
211. G.v. Bergmann (1878−1955)
war einer der führenden Internis-
ten seiner Zeit. Er hatte sich mit
der Ulcuskrankheit beschäftigt
und die Theorie einer spasmoge-
nen und neurogenen Ursache ver-
treten. Er arbeitete vor allem zu
Fragen der Leib-Seele-Einheit und
gilt als Mitbegründer der psycho-
somatischen Medizin. Bergmann
war Herausgeber eines vielbän-
digen Handbuchs der Inneren
Medizin und war Vorsitzender der
6. Tagung der Gesellschaft für Ver-
dauungs- und Stoffwechselkrank-
heiten 1926 in Berlin; er gehörte
dem Ausschuss der Gesellschaft
über viele Jahre an. Nach Lei-
tungsfunktionen in Hamburg-Al-
tona, Ordinariaten in Marburg
und Frankfurt war v. Bergmann
von 1927 bis 1946 Ordinarius für
Innere Medizin und Ärztlicher
Leiter der II. Medizinischen Klinik
der Friedrich-Wilhelms-Universi-
tät Berlin.
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Schleiermacher S, Schagen U,
Hg. Die Charité im Dritten Reich.
Paderborn 2008; 51−53.
25
v Bergmann G. Rückschau;
205−205, 279.
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Nissen R. Helle Blätter – dunkle
Blätter, Erinnerungen eines Chirur-
gen. Stuttgart 1969; 130. Rudolf
◀ Mitgliederliste der Gesellschaft
für Verdauungs- und Stoffwech-
selkrankheiten von 1932. In dieser
Version aus dem Archiv der DGVS
sind die jüdischen Mitglieder, die
die Gesellschaft verlassen mussten,
rot ausgestrichen.
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