100 Jahre DGVS - page 61

59
Ludwig Demling
40
und seine Schüler haben seit Anfang der 1970er Jahre in
Deutschland wesentlich zur Fortentwicklung und zur raschen ­Verbreitung der en-
doskopischen Methoden beigetragen.
Der seit Anfang der 1980er Jahre eingeführte Charged Couple Device-Sensor
(CCD) oder die Chip-Technologie ermöglichen die heutige Video-Endoskopie. Seit
der ersten Vorstellung eines Videogerätes 1983 in den USA hat sich das Potential
der Endoskopie mit sehr schneller Dynamik erweitert. Geräteinnovationen und
moderne optische Techniken erlauben heute exaktere Aussagen zur Oberflächen-
feinstruktur der Mukosa des Gastrointestinaltraktes und erweitern das Spektrum
der Diagnostik und der endoskopisch-therapeutischen Optionen. Beginnend mit
demweichenMagenschlauch von Carl Anton Ewald 1875 waren das Vordringen in
die verborgenen Räume des Abdomens und die Entwicklung der Endoskopie im-
mer ein Spiegelbild des allgemeinen technologischen Fortschritts.
40 
Classen M. In Memoriam
Prof. Dr. med. Ludwig Demling
(4.8.1921–13.10.1995). In: Das
Wiener Endoskopiemuseum,
Eröffnungssymposium 1996.
(Schriftenreihe der Internationalen
Nitze-Leiter Gesellschaft, Band 1.)
Wien 1997; 17–19.
▶ + ▶▶ 1960 begann die Seri-
enproduktion von Fiberskopen,
vollflexiblen Endoskopen, die auf
Glasfasertechnik basieren. Diese
neuen Endoskope ermöglichten
einen schonenderen Einsatz mit
weniger Komplikationen, zudem
konnten bisher nicht einsehbare
Abschnitte des Verdauungstraktes
endoskopisch untersucht werden.
Jetzt setzt sich die Endoskopie
als Untersuchungs- und Behand-
lungsmethode flächendeckend
durch. Hier ein flexibles Endoskop
von Anfang der 1970er Jahre und
eine Anwendungssituation in den
1980er Jahren.
1...,51,52,53,54,55,56,57,58,59,60 62,63,64,65,66,67,68,69,70,71,...180
Powered by FlippingBook