100 Jahre DGVS - page 77

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Kapitel 4
der 1980er Jahre auf den Tagungen nach und nach institutionalisiert wurden.
69
Hierzu zählten etwa die »Arbeitsgruppe für Gastroenterologische Immunologie«
(1979)
70
, die »Arbeitsgruppe für Hepatologie« (1983)
71
sowie weitere ständige Ar-
beitsgemeinschaften und Arbeitskreise wie der »Arbeitskreis gastrointestinale
Motilität« (1981), der sich jedoch später verselbständigte und heute als »DGNM«
firmiert, oder wie die »AGIO«, die »Arbeitsgemeinschaft Gastrointestinale Onko-
logie«.
Insgesamt gesehen ging die Strategie der DGVS auf. So setzte sie zunehmend
auch in anderen Bereichen, die sich von der Pankreasforschung über die Ernäh-
rungsmedizin bis hin zur Sonografie erstreckten, auf interne Arbeitsgemeinschaf-
ten, um einer fachmedizinischen Schwerpunktsetzung stets einen gastroente-
rologischen Bezugspunkt zu liefern.
Mit den verschiedenen Arbeitsgruppen und -gemeinschaften verdeutlichte
die DGVS ihr neues Selbstverständnis: Vom Tagungsverein war sie zu einer wis-
senschaftlichen Gesellschaft geworden, die aktiv um die Deutungshoheit und die
Forschungsschwerpunkte innerhalb der Medizin kämpft. Die Ausdifferenzierung
unter dem Dach der Gesellschaft zeigt, dass das Stoffwechselsystem bei einer
Vielzahl von Krankheiten eine Rolle spielt.
Die neue Strategie und das neue Selbstbewusstsein machte sich auch bei
den Mitgliederzahlen bemerkbar, bis Anfang der 1980er Jahre verdoppelte sich
die Mitgliederzahl auf mehr als 800.
69
DGVS Archiv: Protokoll Vor-
standssitzung, 8.2.1979.
70
Ebd.
71
DGVS Archiv: Protokoll Mitglie-
derversammlung, 9.9.1983.
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