100 Jahre DGVS - page 81

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Anfang an großenWert gelegt«, so betonten die Herausgeber der ersten Schweizer
Ausgabe des
Archivs
.
19
Das Blatt sollte Arbeiten in englischer und französischer
Sprache aufnehmen. Rudolf Staehelin
20
(Basel), prägte als »Redactor« die Zeit-
schrift bis zu seinem Tod 1943. Danach übernahmen Arthur Hurst (London) und
Wilhelm Löffler (Zürich) diese Funktion. Zu den Mitherausgebern gehörten neben
Ǻke Ǻkerlund (Stockholm), Max Einhorn (New York), Knud Faber (Kopenhagen),
Albert Abraham Hijmans van den Bergh (Utrecht), Julius Kleeberg (Jerusalem),
Hugo Salomon (Buenos Aires), Hermann Strauß (Berlin), der bis 1942 im Berliner
Jüdischen Krankenhaus tätig sein konnte, und schließlich Walter Zweig, der von
Wien nach London emigriert war.
21
Weitere Mitherausgeber waren Julius Frie-
denwald (Baltimore) und Nana Svartz (Stockholm). Die Zeitschrift war offi­zielles
Organ der Schweizerischen Gesellschaft für Gastroenterologie und seit 1947 auch
Organ der British Society of Gastroenterologists. Daher wurde der Untertitel drei-
sprachig geführt: International Review of Gastroenterology / Revue internationa-
le de Gastroentérologie / Internationale Zeitschrift für Gastroenterologie.
22
Die
Beteiligung Norbert Hennings an der Schriftleitung von
Gastroenterologia
1955
war Ausdruck derWiederaufnahme deutscher Mediziner in die wissenschaftliche
Gemeinschaft; gleichzeitig wurden Hans Heinrich Berg, Gerhardt Katsch, Heinz
Kalk und Leo Norpoth Mitherausgeber der Zeitschrift.
23
Gastroenterologia
wurde
1958 offizielles Organ der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwech-
selkrankheiten.
24
Es war mehr als ein »Zufall«, dass im gleichen Jahr in der Zeit-
schrift mit den Beiträgen von Julius Kleeberg und Thomas Avery an den 100. Ge-
burtstag von Ismar Boas erinnert wurde.
25
Die englische Sprache war für die Kommunikation in der wissenschaftli-
chen Gemeinschaft zunehmend bestimmend. Seit 1968 wurde die bisher drei-
sprachige
Gastroenterologia
als
Digestion, International Journal of Gastroenterology
in englischer Sprache fortgeführt.
26
Ludwig Demling (Erlangen) gehörte 1968 als
erster deutscher Vertreter neben Michel Demole, Hermann Kapp und René Lam-
bert dem internationalen Herausgebergremium an.
27
Später prägte Werner
Creutzfeldt (Göttingen) die Zeitschrift mit.
Zeitschrift für Gastroenterologie seit 1963
Die Initiativen Norbert Hennings führten 1963 zur Gründung der
Zeitschrift für
Gastroenterologie
.
28
Der Mauerbau 1961 hatte die Verbindungen zur DDR und zur
19 
Vorwort, ohne Verfasser. Gast-
roenterologia 1939; 64: ohne Seite.
20
Michaud L. Rudolf Staehe-
lin. 28. August 1875–26. März
1943. Gastroenterologia 1943; 68:
1–4. Vgl. Löffler W. Necrologia,
Rudolf Staehelin zum Andenken.
1875–1943. Cardiologia 1943; 6:
335–336.
21 
Gastroenterologia 1939; 64
(Titelseite).
22 
Gastroenterologia 1947; 72
(Titelseite).
23 
Gastroenterologia 1955; 84
(Titelseite).
24 
Gastroenterologia 1958; 89
(Titelseite).
25 
Kleeberg J. Zur 100. Wieder-
kehr des Geburtsjahres von Pro-
fessor Dr. I. Boas (Berlin). Gast-
roenterologia 1958; 89: 359–363.
Avery H. Tribute to Ismar Boas
(1858–1958). Gastroenterologia
1958; 90: 49–53.
26 
The Editors and the Publishers.
Introduction. Digestion 1968; 1: 1.
Vgl. Karger Th. Publisher’s note.
Digestion 1996; 57: 286.
27 
Digestion 1968; 1 (Titelseite).
28 
Henning N. Zur Einführung. Z
Gastroenterol 1963; 1: 4.
▶ Der Plan, die
Deutschen Zeit-
schrift für Verdauungs- und Stoff-
wechselkrankheiten
trotz der
Teilung Deutschlands als Zentra-
lorgan aller deutschen Gastroen-
terologen zu erhalten, scheitert.
1963 hebt Norbert Henning für
Westdeutschland die
Zeitschrift
für Gastroenterologie
aus der
Taufe.
▶▶ Das ehemalige
Archiv
bzw.
die
Gastroenterologia
erscheint ab
1968 unter dem Titel
Digestion.
International Journal of Gastroen-
terology
in englischer Sprache. Die
Zählung der Bände beginnt wie-
der bei 1.
▶▶▶ Mit der Gründung der Gesell-
schaft für Gastroenterologie der
DDR wurde die
Deutsche Zeit-
schrift für Verdauungs- und Stoff-
wechselkrankheiten
offizielles
Organ der Gesellschaft.
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