100 Jahre Kongress - DGVS - page 13

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Vita
Wissenschaftliche
Schwerpunkte
Entwicklungen der
Gesellschaft während
der Präsidentschaft
Ausgewählte
Publikationen
Georg Rosenfeld
Breslau
* 1861 in Breslau, † 1934 in Breslau
4. Tagung
Berlin, 22. – 26. Oktober 1924
Georg Rosenfeld studierte an der Universität Breslau Medizin und wurde mit einer Arbeit zur
Pathologie und Therapie des Diabetes mellitus promoviert. Seine internistische Ausbildung absol-
vierte er 1883-1889 bei Anton Biermer in der Medizinischen Universitätsklinik Breslau, zudem ar-
beitete Rosenfeld im Physiologischen Institut bei Rudolf Heidenhain und bei dem Pharmakologen
Wilhelm Filehne. Seit 1893 war er als Spezialarzt für Innere Krankheiten mit angeschlossenem
Laboratorium in Breslau niedergelassen. 1906 wurde Rosenfeld eine Professur der Universität
Breslau übertragen.
Rosenfeld beschäftigte sich besonders mit Stoffwechselvorgängen, insbesondere mit dem
Fettstoffwechsel, der Fettbildung, der Fettleber und mit dem Diabetes mellitus. Wegweisend
war sein Beitrag zur Acetonurie. Ferner bearbeitete er Fragen der Uratdiathese und der Urat-
therapie. Untersuchungen zu den Wirkungen des Alkohols wurden von Rosenfeld sowohl un-
ter dem Aspekt eines eventuellen Nutzens in der Therapie innerer Krankheiten als auch zum
Schädigungspotential dieser Substanz vorgenommen. In der Bekämpfung des Alkoholismus
hat sich Rosenfeld besondere Verdienste erworben.
Rosenfeld publizierte 1897 eines der ersten Bücher in Deutschland zur Röntgenuntersuchung
(„Die Diagnostik Innerer Krankheiten mittels Röntgenstrahlen“) und wandte die neue Methode
frühzeitig z. B. zur Untersuchung der Lage des Magens an.
Organisatorische Initiativen sind für die Zeit der Präsidentschaft Rosenfelds nicht dokumen-
tiert. Das von Rosenfeld gestaltete Programm für die 4. Tagung enthielt ein Hauptreferat zur
Diagnostik des Krebses im Bereich des Verdauungstraktes, das von Ferdinand Blumenthal,
dem Direktor des Krebsinstitutes der Charité Berlin gehalten wurde. An der intensiven Dis-
kussion beteiligten sich u.a. Ismar Boas, Rudolf Schindler, Leopold Alkan, Rhoda Erdmann
und Leopold Kuttner. Das Referat zur Klinik von Pankreaserkrankungen hielt Gerhardt Katsch,
daneben wurde über die Pathologie und die Chirurgie des Pankreas gesprochen. Das Ab-
schlussthema der Tagung befasste sich mit den Folgen nach Magenoperationen.
Die Grundgesetze der Acetonurie und ihre Behandlung. Centralbl Inn Med 1895; 16: 1233-44.
Die Diagnostik Innerer Krankheiten mittels Röntgenstrahlen. Wiesbaden 1897.
Der Einfluss des Alkohols auf den Organismus. Wiesbaden 1901.
Fettbildung. Ergeb Physiol 1903; 2: 50-94.
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