100 Jahre Kongress - DGVS - page 48

48
Georg Strohmeyer
Düsseldorf
* 1928 in Freden/Leine
36. Tagung
Basel, 17. – 19. September 1981
Georg Strohmeyer war von 1956 bis 1958 als DFG-Stipendiat im Biochemischen Institut der Uni-
versität Hamburg tätig und wurde danach Assistenzarzt in der Medizinischen Universitätsklinik
Hamburg-Eppendorf. 1960/61 arbeitete er als Research Fellow der Harvard University Boston
mit Thomas Chalmers. 1962 an die Hamburger Klinik unter Heinrich Bartelheimer zurückgekehrt,
wurde er dort habilitiert. 1963 folgte Strohmeyer Gustav Adolf Martini als Oberarzt an die Medizi-
nische Klinik der Philipps-Universität Marburg. 1973 wurde er als Ordinarius für Innere Medizin
an die Universität Düsseldorf berufen; er leitete die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und
Infektiologie 21 Jahre bis zu seiner Emeritierung 1994.
Danach war Strohmeyer von 1995 bis 2008 als Ärztlicher Direktor des Verbundes Katholischer
Kliniken in Düsseldorf tätig. Er engagierte sich in verschiedenen Institutionen zur Unterstützung
der medizinischen Grundlagenforschung, u.a. in der Jürgen-Manchot-Stiftung. Zudem gründete
er eine eigene Stiftung zur Förderung innovativer Dissertationsthemen und von Nachwuchswis-
senschaftlern. Über mehrere Jahre war er Prorektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
und Ärztlicher Direktor. Für seine Verdienste in Klinik (u.a. Aids), Forschung und Lehre erhielt er
das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, die Thannhauser-Medaille in Gold (DGVS) und andere Aus-
zeichnungen.
Als Nachfolger Hennings war Georg Strohmeyer von 1986 bis 1991 Schriftleiter der Zeitschrift für
Gastroenterologie und stärkte deren Profil.
Chronische Lebererkrankungen, insbesondere die chronischen Hepatitiden und die Leberzir-
rhose sowie ihre Komplikationen standen im Mittelpunkt von Strohmeyers Arbeiten. So war
er von 1986 bis 1995 Sprecher der klinischen Forschergruppe „Mechanismen der Leberschä-
digung“ der DFG in Kooperation mit dem Institut für Biochemie (Helmut Sies), Düsseldorf. Zu-
dem beschäftigten ihn Fragen der Enzym-Diagnostik, der Ammoniakstoffwechsel, das Hepa-
torenale Syndrom und die Therapie der Ösophagusvarizenblutung. Die Pathophysiologie des
Eisentransportes und des Kupferstoffwechsels sowie die Therapie von Hämochromatose und
Morbus Wilson bildeten besondere Forschungsschwerpunkte der Düsseldorfer Klinik.
Die 36. Tagung fand in Basel gemeinsam mit der Österreichischen und Schweizerischen Ge-
sellschaft für Gastroenterologie statt. Die DGVS und die Österreichische und Ungarische Ge-
sellschaft für Gastroenterologie wählten die Zeitschrift für Gastroenterologie als ihr gemein-
sames offizielles Publikationsorgan.
Vita
Wissenschaftliche
Schwerpunkte
Entwicklungen der
Gesellschaft während
der Präsidentschaft
Ausgewählte
Publikationen
Mit C. Niederau et al. Survival and causes of death in cirrhotic and in noncirrhotic patients with primary hemochromatosis. N
Eng J Med 1985; 313: 1256-62.
Mit W. Stremmel et al. Wilson disease: clinical presentation, treatment and survival. Ann Int Med 1991; 115: 720-6.
Mit C. Niederau und W. Stremmel. Angeborene Stoffwechselerkrankungen. Genetik – Pathophysiologie – Klinik – Diagnostik –
Therapie. Landsberg 2002.
Mit G. Paumgartner als Hg. Chronische Virushepatitis und ihre Behandlung mit Interferon alpha. Berlin 1991.
Mit G. A. Martini und W. Creutzfeldt. Meilensteine der Gastroenterologie und Stoffwechselforschung. Freiburg 1997.
1...,38,39,40,41,42,43,44,45,46,47 49,50,51,52,53,54,55,56,57,58,...98
Powered by FlippingBook