100 Jahre Kongress - DGVS - page 67

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Vita
Wissenschaftliche
Schwerpunkte
Entwicklungen der
Gesellschaft während
der Präsidentschaft
Ausgewählte
Publikationen
Ulrich R. Fölsch
Kiel
* 1943 in Glogau/Głogów
53. Tagung
Kiel, 2. – 5. September 1998
Ulrich R. Fölsch erhielt nach dem Medizinstudium von 1971 bis 1973 eine wissenschaftlich kli-
nisch experimentelle Ausbildung als DFG-Stipendiat an der Universität Dundee/Schottland unter
der Leitung von Prof. Dr. K.G. Wormsley. Anschließend war er klinisch und wissenschaftlich an der
Medizinischen Klinik, Abt. Gastroenterologie und Endokrinologie, der Georg-August-Universität zu
Göttingen tätig: von 1973 bis 1990 als wissenschaftlicher Assistent und dann, nach der Habilitati-
on 1979, als Oberarzt. 1989 wurde Fölsch an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel berufen;
dort übernahm er im September 1990 als Lehrstuhlinhaber die Leitung der Klinik für Allgemeine
Innere Medizin. Im April 1979 erhielt Fölsch den Theodor-Frerichs-Preis der Deutschen Gesell-
schaft für Innere Medizin für seine experimentellen Forschungen zur Pankreassekretion. 1999
erfolgte die erfolgreiche Einwerbung des Kompetenznetzes „Entzündliche Darmerkrankungen“
zusammen mit den Medizinischen Fakultäten der Universitäten Homburg, Regensburg und Tü-
bingen.
Nach seiner Emeritierung im Jahr 2009 übernahm Ulrich Fölsch im April 2011 das Amt des Gene-
ralsekretärs der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden.
Wissenschaftlich befasste sich Fölsch mit der hormonalen und molekularen Steuerung der
Pankreasbicarbonat- und Enzymsekretion sowie mit der molekularen Regulation des Wachs-
tums des Pankreaskarzinoms. Ein weiteres Arbeitsgebiet bezog sich auf die endoskopische
Diagnostik und interventionelle endoskopische Therapie von Gallenwegs- und Pankreaser-
krankungen. Fölsch und seine Arbeitsgruppe beschäftigten sich zudem umfassend mit der
genetischen Typisierung des Morbus Crohn.
Während der Amtszeit von Ulrich Fölsch wurden die Aktivitäten und Diskussionen imVorstand
von zwei Leitthemen geprägt: Zum einen wurden die Bemühungen zur festen Einbindung der
gastrointestinalen Onkologie in das Fachgebiet intensiviert. Dies wurde auch unterstrichen
durch das Thema des 5. Postgraduiertenkurses der DGVS während der Tagung 1998: „Dia-
gnostisches und therapeutisches Management gastrointestinaler Tumoren“. Weiterhin wur-
den die Gespräche mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie über die Einbindung der En-
doskopie in das jeweilige Fachgebiet aufgenommen. Diese lang andauernden Diskussionen
führten dann letztendlich zu einem Konsens, der 2003 in der Zeitschrift für Gastroenterologie
publiziert wurde: U. R. Fölsch: Konsensus über die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen
Gastroenterologen und Viszeralchirurgen (Editorial. Z Gastroenterol 2003; 41: 240-242.).
Fölsch UR, Cantor P, Wilms H, Schafmayer A, Becker HD, Creutzfeldt W. Role of cholecystokinin in the negative feedback control
of pancreatic enzyme secretion in conscious rats. Gastroenterology 1987; 92: 449-58.
Arlt A, Vorndamm J, Breitenbroich M, Fölsch UR, Kalthoff H, Schmidt WE, Schäfer H. Inhibition of NF-
κ
B sensitizes human pan-
creatic carcinoma cells to apoptosis induced by etoposide (VP16) or doxorubicin. Oncogene 2001; 20: 859-68.
Fölsch UR, Nitsche R, Lüdtke R, Hilgers RA, Creutzfeldt W. Early ERCP and papillotomy compared with conservative treatment
for acute biliary pancreatitis. N Engl J Med 1997; 336: 237-42.
Hampe J, Cuthbert P, Croucher JP, Mirza MM, Mascheretti S, Fischer S, Frenzel H, King K, Hasselmeyer A, MacPherson AJS,
Bridger S, van Deventer S, Forbes A, Nikolaus S, Lennard-Jones JE, Fölsch UR, Krawczak M, Lewis C, Schreiber S, Mathew CG.
Association between insertion mutation in NOD2 gene and Crohn’s disease in German and British populations. Lancet 2001;
357: 1925-8.
Fölsch UR, K Kochsiek, RF Schmidt (Hg.).: Pathophysiologie. Berlin Heidelberg New York 2000.
1...,57,58,59,60,61,62,63,64,65,66 68,69,70,71,72,73,74,75,76,77,...98
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