100 Jahre Kongress - DGVS - page 71

71
Vita
Wissenschaftliche
Schwerpunkte
Entwicklungen der
Gesellschaft während
der Präsidentschaft
Ausgewählte
Publikationen
Tilman Sauerbruch
Bonn
* 1946 in Lauingen an der Donau
57. Tagung
Bonn, 11. – 14. September 2002
Tilman Sauerbruch studierte in Würzburg (Vorphysikum, Physikum), Hamburg, Montpellier und
Heidelberg (Klinische Semester, Promotion und Staatsexamen). Es folgte die Ausbildung zum In-
ternisten und Gastroenterologen in Heidelberg (G. Schettler), Pforzheim (R. Sanwald) und Mün-
chen (H. Kaess, H. Mehnert). 1979 begann er seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent am
Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München (G. Paumgartner) mit späte-
ren Berufungen auf C2- und C3-Professuren (1984, 1991). 1992 erhielt Tilman Sauerbruch eine
C4-Professur verbunden mit der Leitung der Klinik für Allgemeine Innere Medizin (Nachfolge J.
Dengler) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dort baute er zusammen mit
Andreas Hirner das Lebertransplantationsprogamm neu auf und entwickelte die Schwerpunkte
portale Hypertonie/Leberzirrhose (Jörg Heller, Michael Schepke, Jonel Trebicka), hepatische Im-
munologie (Ulrich Spengler, Jacob Nattermann) und Infektionserkrankungen (Jürgen Rockstroh).
Als Prodekan und Dekan (2000 bis 2005) war er an dem durch Peter Propping, Ottmar Wiestler
und Manfred Göthert vorangetriebenen wissenschaftlichen Ausbau der Fakultät beteiligt und 2009
bis 2012 Koordinator des Transregio SFB TRR 57 in Bonn.
Nach seiner Emeritierung wurde Tilman Sauerbruch 2012/2013 zum kommissarischen Direktor
der Abteilung für Gastroenterologie und Endokrinologie der Universitätsmedizin Göttingen be-
stellt.
Die klinische Forschung von Tilman Sauerbruch war zunächst ausgerichtet auf endoskopisch
gestützte interventionelle Therapien des biliopankreatischen Systems. Später beschäftigte
sich seine Gruppe vor allem mit der portalen Hypertension.
Unterstützt durch Wolfgang Schmiegel und Julius Schoenemann suchte Tilman Sauerbruch
eine Räumlichkeit für das Gastro-Haus in Berlin, welches die Gesellschaft dann kaufte. Die
Jahrestagung fand bei strahlendem Herbstwetter im Bonner Schloss, dem Hauptgebäude der
Universität, statt. Die neu eingeführten „European Lectures“ wurden auf späteren Kongressen
nicht fortgesetzt.
Brensing KA, Textor J, Strunk H, Klehr HU, Schild H, Sauerbruch T. Transjugular intrahepatic portosystemic stent-shunt for
hepatorenal syndrome. Lancet 1997;349(9053):697-8.
Granzow M, Schierwagen R, Klein S, Kowallick B, Huss S et al . Angiotensin-II type 1 receptor-mediated Janus kinase 2 activation
induces liver fibrosis. Hepatology 2014; 60: 334-48.
Sauerbruch T, Delius M, Paumgartner G, Holl J, Wess O, Weber W, et al. Fragmentation of gallstones by extracorporeal shock
waves. N Engl J Med 1986; 314: 818-22.
Sauerbruch T, Paumgartner G. Gallbladder stones: management. Lancet 1991; 338(8875): 1121-4.
Sauerbruch T, Wotzka R, Kopcke W, Harlin M, Heldwein W, Bayerdorffer E, et al. Prophylactic sclerotherapy before the first epi-
sode of variceal hemorrhage in patients with cirrhosis. N Engl J Med 1988; 319: 8-15.
1...,61,62,63,64,65,66,67,68,69,70 72,73,74,75,76,77,78,79,80,81,...98
Powered by FlippingBook