100 Jahre Kongress - DGVS - page 79

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Vita
Wissenschaftliche
Schwerpunkte
Entwicklungen der
Gesellschaft während
der Präsidentschaft
Martin Zeitz
Berlin
* 1950 in Driedorf, † 2013 in Hamburg
63. Tagung
Berlin, 01. - 04. Oktober 2008
Martin Zeitz wurde 1950 in Driedorf im Westerwald geboren, studierte zunächst Mathematik und
Physik an der Universität Marburg und ab 1969 Medizin an der Freien Universität Berlin. Nach der
Promotion zum Kollagenstoffwechsel 1977 war er Mitarbeiter von Hans Herken am Institut für
Pharmakologie der FU und ab 1979 Assistenzarzt bei Ernst-Otto Riecken an der Medizinischen
Klinik I des Universitätsklinikums Steglitz. 1985 bis 1987 arbeitete er als Post-Doc bei Warren
Strober am NIH in Bethesda, MD. 1989 erfolgte die Habilitation in Berlin. Im Jahr 1994 übernahm
er das Ordinariat für Innere Medizin und die Leitung der Klinik für Innere Medizin II in Homburg/
Saar. 2001 kehrte Martin Zeitz als Nachfolger Ernst-Otto Rieckens an die FU Berlin zurück.
Von Oktober 2012 bis zu seinem Tode war er Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des
Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.
Die mukosale Immunologie und ihre Rolle bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
war der wichtigste Forschungsschwerpunkt von Martin Zeitz. Er war Mitbegründer des Kom-
petenznetzes Chronische Darmerkrankungen, baute zu diesem Thema ab 2002 eine klinische
Forschergruppe, dann ab 2003 einen DFG Sonderforschungsbereich (633 „Induktion und Mo-
dullation T-Zell vermittelter Immunreaktionen im Gastrointestinaltrakt“) auf. Dazu gehörten in
erster Linie die T-Zellvermittelten Veränderungen bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, die
Regulation von Zell-Zell-Kontakten im entzündeten Darm, der Zelltod und die Regeneration
von mukosalen Epithelien und die Fibroseentstehung bei Morbus Crohn. Martin Zeitz war dar-
über hinaus einer der Pioniere bei der Erforschung der Aids-Enteropathie.
Die 63. Tagung 2008 markierte einen Meilenstein im bereits in den Vorjahren stetig gewachse-
nen Zusammenwirken mit der chirurgischen Schwestergesellschaft DGAV: Erstmals firmier-
te der Kongress unter dem Namen „Viszeralmedizin“. Eine Herzensangelegenheit von Martin
Zeitz war die Förderung des wissenschaftlichen und ärztlichen Nachwuchses. So führte er
als Präsident der DGVS ein Nachwuchsforum bei der Jahrestagung ein. Zeitz war viele Jahre
als stellvertretender Schatzmeister im Vorstand der DGVS tätig. Er hatte einen großen Anteil
an der Professionalisierung der Fachgesellschaft mit der Einstellung einer Hauptamtlichen
Geschäftsführung und dem Einzug in die DGVS-Geschäftsstelle am Olivaer Platz.
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Ausgewählte
Publikationen
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