Lässt sich der Erfolg vorhersagen?
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Große, sessile Kolonpolypen stellen eine Herausforderung für die endoskopische Entfernung dar. Sie werden daher meist chirurgisch angegangen, was jedoch mit einer signifikanten Morbidität und Mortalität assoziiert ist. A. Moss et al. untersuchten den Stellenwert der endoskopischen Mukosaresektion. Gastroenterology 2011; 140: 1909–1918 Eingang in die Multicenterstudie fanden Patienten, die sich zwischen Juli 2008 und Mai 2010 aufgrund eines sessilen Kolonpolypen mit einer Größe von mindestens 20 mm einer endoskopischen Mukosare-sektion (EMR) unterzogen. Die Läsionen wurden mittels Weißlichtendoskopie und ggf. Narrow Band Imaging nach 3 Kriterien beurteilt (Paris Klassifikation, Oberflächeneigenschaften und Kudo Pit Patterns I–V), darüber hinaus wurden Lokalisation, Größe und Zugänglichkeit der Polypen erfasst. Wenn es machbar erschien, erfolgte eine EMR. Läsionen mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine Invasion der Submukosa waren ausgenommen und wurden bioptisch abgeklärt, im positiven Fall erfolgte eine chirurgische Therapie. Nach 14 Tagen wurden die Patienten telefonisch befragt, eine Kontrollkoloskopie erfolgte nach 4 und 12 Monaten. | Risikofaktoren hierfür waren eine Paris 0-IIa+c Klassifikation, eine nicht granuläre Oberflächenmorphologie oder ein Pit Pattern V. Dagegen betrug bei der häufigsten Art der Paris Klassifikation, nämlich granulären 0-IIa Läsionen, die Rate invasiver Karzinome nur 1,4 %. Bei 464 Patienten (96,9 %) ließ sich eine EMR durchführen und in 414 Fällen (89,2 %) eine komplette Resektion erzielen. Für die nicht geglückten Resektionen zeigten sich in der multivariaten Regressionsanalyse ein vorheriger Resektionsversuch (Odds Ratio (OR) 3,8), eine Beteiligung der Ileocoecalklappe (OR 3,4) und eine ungünstige Position (OR 2,2) als Risikofaktoren. Als unabhängige Prädiktoren für ein Rezidiv nach erfolgreicher EMR erwiesen sich eine Größe von mehr als 40 mm (OR 4,4) und eine Argon Plasma Koagulation (OR 3,5). Von 6 Perforationen nach EMR ließen sich 3 konservativ beherrschen, Todesfälle traten keine auf. Bei 83,7 % der Patienten ließ sich ein chirurgischer Eingriff vermeiden.
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