Keine HCC-Prävention durch Peginterferon in Niedrigdosis
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Einige Studien lassen vermuten, dass eine niedrig dosierte Behandlung mit Peginterferon bei Patienten mit chronischer Hepatitis C sowohl die Entwicklung eines hepatozellulären Karzinoms (HCC) als auch die Progression der Erkrankung hinauszögern kann. Es gibt jedoch auch gegenteilige Ergebnisse. J. Bruix et al. gingen dem nach. Gastroenterology 2011; 140: 1990–1999 An der Studie konnten sich Patienten mit chronischer Hepatitis C und histologisch gesicherter Leberzirrhose beteiligen, die auf eine Behandlung mit Interferon und Ribavirin nicht angesprochen hatten. In einem offenen Design wurden sie randomisiert auf 2 Gruppen verteilt und erhielten entweder wöchentlich 0,5 µg Peginterferon alfa-2b pro kg Körpergewicht oder keine Behandlung. Die Studiendauer war festgelegt auf 5 Jahre seit Behandlungsbeginn des ersten Patienten oder bis bei 98 Patienten ein klinisches Ereignis (hepatische Dekompensation, HCC, Tod oder Lebertransplantation) aufgetreten war. Primärer Endpunkt war die Zeit bis zu diesem Ereignis, sekundärer Endpunkt die Zeit bis zur Krankheitsprogression. Zeitintervall bis zur Krankheitsprogression war unter Peginterferon signifikant länger | In der Behandlungsgruppe fand sich ein Trend zu einem längeren Zeitintervall bis zu einem solchen Ereignis, der jedoch die statistische Signifikanz verfehlte. Das Zeitintervall bis zur Krankheitsprogression war jedoch unter Peginterferon signifikant länger (relatives Risiko 1,6), ebenso war die Rate an Patienten mit einer Progression niedriger (20 % vs. 28 %). Auf das Auftreten eines HCC hatte die Interferontherapie keinen Einfluss. In einer Subgruppenanalyse von Patienten mit portaler Hypertension war die Zeit bis zum ersten klinischen Ereignis unter Interferon signifikant länger. Neue Aspekte bezüglich der Medikamentensicherheit fanden sich nicht. Fazit
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