Hepatoblastom: Cisplatin vs. Cisplatin plus Doxorubicin

Derzeit gibt es auf dem Markt 2 verschiedene Peginterferon-a-Präparate: Peginterferon-a2a (PegIFN-a2a; Pegasys®) und Peginterferon-a2b (PegIFN-a2b; PegIntron®). Zusammen mit Ribavirin werden beide zur Therapie der chronischen Hepatitis C eingesetzt. Eine italienische Arbeitsgruppe verglich die Peginterferone in einer prospektiven, randomisierten Studie direkt miteinander.
Gastroenterology 2010; 138: 108–115

Rumi et al. nahmen in ihre Untersuchung zwischen September 2003 und Juni 2007 447 Patienten im Alter von 18 bis 70 Jahren auf, bei denen eine chronische Hepatitis C diagnostiziert worden war und die zuvor noch nicht behandelt worden waren.

Patienten mit den Genotypen 1 oder 4 wurden über einen Zeitraum von 48 Wochen behandelt, Patienten mit den Genotypen 2 oder 3 erhielten die Therapie jeweils 24 Wochen lang. Es erfolgte eine nach Genotyp stratifizierte Randomisierung der Patienten in 2 Therapiegruppen: 212 Patienten erhielten PegIFN-a2a, 219 Patienten PegIFN-a2b. PegIFN-a2a wurde in der Dosis 180 mg/Woche verabreicht, die Standarddosierung von PegIFN-a2b lag bei 1,5 mg/kg/Woche. Die beiden PegIFN-Präparate wurden jeweils gewichtsadaptiert mit Ribavirin kombiniert. Als Endpunkt der Studie definierten die Autoren die Sustained Virologic Response (SVR), das heißt, den fehlenden Nachweis von HCV-RNA nach 24 Wochen. Die Analysen erfolgen nach Intention-to-treat.

Sicherheitsprofil und Verträglichkeit in beiden Therapiegruppen vergleichbar
Das Sicherheitsprofil und die Verträglichkeit waren in beiden Therapiegruppen vergleichbar. Schwere Zwischenfälle wurden jeweils bei 1 % der Patienten verzeichnet.

Allerdings musste PegIFN-a2a aufgrund von hämatologischen Nebenwirkungen häufiger in der Dosis reduziert werden. Bei jeweils 6 % bzw. 7 % wurde die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen jeweils abgebrochen. Die Ansprechraten der Therapien lagen in der Gruppe der mit PegIFN-a2a behandelten Patienten signifikant höher als bei den mit PegIFN-a2b behandelten Patienten (SVR 66 % versus 54 %). Die Unterschiede der SVR waren insbesondere bei den Genotypen 1 und 2 signifikant, bei den Genotypen 3 und 4 führten die verschiedenen Präparate zu einem vergleichbaren Ansprechen. Die Autoren weisen allerdings darauf hin, dass die Statistik der Studie nicht darauf ausgelegt war, Subgruppenunterschiede zu detektieren.

Als unabhängige Prädiktoren für eine SVR zeigten sich in der logistischen Regressionsanalyse folgende Faktoren: Patientenalter < 40 Jahre, HCV-RNA vor Behandlungsbeginn < 600 000 IE/ml), die Genotypen 2 und 3, das Therapieansprechen nach 4 Wochen sowie die Behandlung mit PegIFN-a2a.

Fazit
PegIFN-a2a zeigte sich in einer direkten Vergleichsstudie bei der Behandlung der chronischen Hepatitis C PegIFN-a2b an Effektivität überlegen. Beide Präparate wiesen ein vergleichbares Sicherheitsprofil auf, allerdings musste die Dosis von PegIFN-a2a etwas häufiger aufgrund von myelotoxischen Nebenwirkungen reduziert werden.

 

Zusammengefasst von
Dr. Katharina Franke, Darmstadt
in der Zeitschrift für Gastroenterologie Juni 2010