Stand: 01/2014 Update S3-Leitlinie

Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie

Die Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie hat im letzten Jahrzehnt weltweit an Interesse gewonnen und ist weiterhin Gegenstand vieler, teils auch kontroverser Diskussionen. Ein Kernpunkt bleibt die differenzierte Indikationsstellung: Die Sedierung bei gastroenterologischer Endoskopie ist nicht bei allen Eingriffen obligat, sondern hängt vielmehr von der Art der Untersuchung, der Untersuchungsdauer, der Komplexität und der Invasivität der Untersuchung sowie von individuellen Patientenmerkmalen ab. Allerdings trägt die Sedierung sowohl für den Patienten als auch für den Untersucher erheblich zum Untersuchungskomfort bei und schafft insbesondere bei komplexen therapeutischen Eingriffen oftmals erst die Voraussetzung für eine erfolgreiche und risikoarme Untersuchung.