Podcast für Gastroenterologie
Gastro Geplauder ist der Podcast rund um die Gastroenterologie. In jeder Folge kommen Kolleginnen und Kollegen aus Klinik und Praxis sowie externe Expertinnen und Experten zu Wort. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf aktuelle Themen, neue Entwicklungen und persönliche Erfahrungen – fachlich fundiert, nahbar und immer mit einem offenen Ohr für spannende Geschichten.
-
Pankreaszysten nerven: Welche Diagnostik wann und wie oft?
Zystische Strukturen im Pankreas sind bei 10-20 Millionen Menschen in Deutschland nachweisbar. Heiner Wedemeyer plaudert mit Albrecht Neeße aus Göttingen über die aktuelle rationale Diagnostik bei Pankreastysen gemäß der aktuellen Kyoto-Kriterien: MR vs. Endosonographie vs. einfacher abdomineller Ultraschall. Prof. Neeße gibt außerdem einen kurzen Einblick in seine Forschungsarbeiten zur Bedeutung des Mikrobioms bei Patienten mit Pankreatitis, der er aktuell hochrangig publizieren konnte.
-
Highlightstudie KI: Wie autonome Agenten die Medizin verändern können
ChatGPT war erst der Anfang. In einer aktuellen Studie in Nature stellt Jakob Kather mit seinem Team MIRA vor – einen medizinischen KI-Agenten, der nicht nur Fragen beantwortet, sondern klinisch handeln kann: von der Anamnese über Diagnostik und Therapie bis zur Aufnahmeentscheidung. Petra Lynen spricht mit Jakob Kather darüber, wie MIRA funktioniert, warum der Agent in der Studie teilweise besser abschnitt als Ärztinnen und Ärzte, wie leitliniengerecht seine Entscheidungen sind – und was autonome KI für die Rolle des Arztes bedeutet.
-
Barrett-Überwachung: Gar nicht mehr? Was ist mit kurzen Zungen?
Thomas Rösch plaudert mit Oliver Pech über Evidenz und Leitlinien beim Barrett-Ösophagus – was sind die Schlussfolgerungen aus der BOSS-Studie? Wirklich keine Barrett-Überwachung mehr? Und was ist mit der 1 cm kurzen Barrett-Zunge? Die Leitlinien sagen keine Überwachung mehr – stimmt das und auf welchen Studien beruht das? Evidenz in der Endoskopie – ein wichtiges Thema, genaues Lesen von Studien und Leitlinien (und deren Evidenz) ist manchmal wirklich lehrreich.
-
Troubleshooting in der Endoskopie: Resektionen im oberen GI-Trakt
Thomas Rösch plaudert mit Sandra Nagl über die bevorzugten Resektionstechniken in Ösophagus, Magen und Duodenum, welche Techniken zu bevorzugen sind, um Komplikationen zu minimieren und was man tut bei Blutungen und Perforationen.
-
Papillenadenom: Wenn die Nachsorge zur Komplikation wird
Gemeinsam mit Siegbert Faiss sprechen wir über Komplikationsmanagement nach Papillektomie, Risiken der Nachsorge und die schwierige Balance zwischen diagnostischer Sicherheit und prozeduralem Risiko. Ein ernster Fall über eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation nach Kontrollbiopsie.
-
Trouble-Shooting in der Endoskopie – Kolon-EMR Teil 2: Blutung und Perforation
Thomas Rösch bespricht mit Ulrike Denzer – basierend auf den neuen Leitlinien von 2025 (S2k-LL-Qualitaetsanforderungen-Endoskopie-v2.1_Langfassung_12.01.26.pdf) was man tun sollte bei intraprozeduralen Blutungen, Nachblutungen („klinisch signifikante post-EMR-Blutungen“) und Perforationen.
-
Die unsichtbaren Mitspieler: Wie das Mikrobiom die Krebstherapie verändert
Heute geht es um Darmbakterien, die die Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten beeinflussen – von der direkten Umwandlung von Wirkstoffen über die Steuerung körpereigener Stoffwechselwege bis hin zur Modulation des Tumor- und Immunmilieus. Wir diskutieren konkrete Beispiele aus der Chemotherapie und Immuntherapie, beleuchten moderne Analysemethoden und werfen einen Blick auf neue therapeutische Ansätze wie Probiotika, fäkale Mikrobiota-Transplantation oder sogar gezielt eingesetzte Bakterien.
-
Trouble-Shooting in der Endoskopie – Kolon-EMR Teil 1: Vorbereitung und Prophylaxe
Welche Techniken sind zu bevorzugen, um Komplikationen zu vermeiden? Was sagen die neuen Leitlinien von 2025 (S2k-LL-Qualitaetsanforderungen-Endoskopie-v2.1_Langfassung_12.01.26.pdf)? Ulrike Denzer spricht über Injektion, Schlingen und was man sonst tun und lassen sollte in der EMR-Vorbereitung und Durchführung
-
Emil Medak: Flucht nach Palästina
Emil Medak wächst im weltoffenen und pulsierenden Wien der Jahrhundertwende auf, studiert Medizin, dient im Ersten Weltkrieg und arbeitet später als angesehener Arzt im niederösterreichischen Bad Vöslau. Mit dem Nationalsozialismus verliert der jüdische Mediziner erst seine Heimat, dann seinen Beruf und schließlich seine Sicherheit. Doch auch die Flucht nach Palästina bietet keinen sicheren Hafen. Restriktive Einwanderungspolitik und die Schattenseiten einer illegalen Flucht, Internierung und die Trennung von der Familie bestimmten den Weg ins Exil. Gegen das Vergessen, NS-Diktatur, Verfolgung
-
Fatigue bei CED: Ein unterschätztes Symptom?
Fatigue gehört zu den häufigsten und belastendsten Symptomen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Bis zu 80 % der Patientinnen und Patienten im akuten Schub und etwa die Hälfte auch in Remission leiden unter ausgeprägter Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und verminderter Belastbarkeit. In dieser Folge sprechen wir über die Ursachen, Diagnostik und modernen Therapieansätze der CED-assoziierten Fatigue. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Fatigue
Hier sind wir vertreten
Die Hosts

Prof. Dr. med. Heiner Wedemeyer
Präsident der DGVS 2026 – 2028
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie
Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Prof. Dr. med. Thomas Rösch
Klinik für Interdisziplinäre Endoskopie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52
20251 Hamburg

PD Dr. med. Petra Lynen Jansen
Geschäftsführung
DGVS
Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie,
Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
Olivaer Platz 7
10707 Berlin