Martin Gülzow-Preis

Für grundlegende oder richtungsweisende Arbeiten im Bereich der klinischen Gastroenterologie wird ein mit 5.000 € dotierter Preis vergeben. Ärztinnen und Ärzte, die in einem deutschsprachigen Land ansässig sind und zum Zeitpunkt der Preisverleihung das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden gebeten, ihren Lebenslauf, eine Publikationsliste und eine Preisarbeit einzureichen. Die Arbeit sollte in deutscher oder englischer Sprache abgefasst und bisher unveröffentlicht oder vor nicht länger als einem Jahr in einer Fachzeitschrift erschienen sein. Es wird erwartet, dass der Preisträger während der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten über seine Forschungen berichtet.

Martin Gülzow ( 1910 – 1976 ) war von 1957 bis 1973 Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin und Leiter der Medizinischen Klinik der Universität Rostock. Im Mittelpunkt seiner Forschungsarbeiten standen die Pankreaserkrankungen, insbesondere die akute und chronische Pankreatitis. Seit den 1930er Jahren befasste er sich intensiv mit der Untersuchung der Enzymaktivität des Pankreas. Auf Gülzows Initiativen geht die Gründung der Gesellschaft für Gastroenterologie der DDR 1965 zurück.