Informationen zu COVID-19 bei gastroenterologischen Patienten

Hier haben wir aktuelle Informationen und Empfehlungen zu COVID-19 bei gastroenterologischen Patienten zusammengestellt, darunter Risikoeinschätzung, Bedeutung für laufende Behandlungen sowie Empfehlungen für die Endoskopie. Wir bemühen uns, diese Seite fortlaufend zu aktualisieren und zu vervollständigen.

Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Derzeit liegen keine Hinweise dafür vor, dass eine Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten das Risiko einer SARS-CoV-2 Infektion relevant erhöht. Patienten mit gastroenterologischen Krankheiten, die eine immunsuppressive Therapie erhalten, sollten daher die Medikamente in der verordneten Art und Dosierung weiter einnehmen, da ein Aufflammen der Erkrankung das größere Risiko darstellt.

Die CED-Leitliniengruppen haben ein Addendum zur Betreuung von Patienten mit CED in der COVID-19 Pandemie erstellt. Es wurde nun in der Zeitschrift für Gastroenterologie publiziert.

Zum Addendum der CED-Leitliniengruppe

Welche Risiken für Patienten mit immunsuppressiver Therapie bestehen, über welche wissenschaftlichen Erkenntnisse wir derzeit verfügen und welche Maßnahmen sinnvoll sind, erläutert Frau Prof. Britta Siegmund (Berlin) im AMBOSS Podcast.

Zum AMBOSS Podcast

Die European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) stellt auf ihrer Webseite wöchentlich aktualisierte Informationen zum Umgang mit COVID-19 in Bezug auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen zusammen.

Zur Webseite der ECCO

Die International Organization for the Study of Inflammatory Bowel Diseases (IOIBD) hat ein sicheres, online frei zugängliches Melderegister geschaffen, bei dem weltweit CED-Patienten mit einer SARS-CoV-2 Infektion eingetragen werden können.

Zum Register der IOIBD

Unter Leitung der deutschen CED-Studiengruppe (German Inflammatory Bowel Disease Study Group-GISG) wurde ein deutschsprachiges Register eingerichtet, in dem schnell und unkompliziert der COVID-19-Verlauf (=SARS-CoV-2) eines jeden CED-Patienten erfasst werden kann. Darüber hinaus wird erfragt, ob COVID-19 Auswirkungen auf den CED-Verlauf hatte. Der Erhalt eines monatlichen Newsletters ist möglich. Die GISG bietet an, dass aus den erfragten Daten zusätzlich eine Meldung an das oben genannte internationale IOIBD Register erstellt wird.

Zum Fragebogen im PDF-Format

Zum Fragebogen im Word-Format

The Lancet Gastroenterology and Hepatology publizierte am 11. März 2020 eine Studie über die Auswirkungen von COVID-19 für Patienten mit bereits bestehenden gastroenterologischen Erkrankungen.

Zur Studie des The Lancet Gastroenterology and Hepatology

Patienten mit Lebererkrankungen und Lebertransplantation

Das Europäische Referenznetzwerk für seltene Leberkrankheiten (ERN RARE-LIVER) veröffentlicht seit dem 20. April 2020 regelmäßig Webinare zu COVID-19.

Zu den Webinaren des Europäischen Referenznetzwerkes

Die International Liver Cancer Association (ILCA) hat Empfehlungen für die Behandlung von Patienten mit Leberkrebs während der COVID-19-Pandemie veröffentlicht.

Zu den Empfehlungen der ILCA

Das American Journal of Transplantation publizierte am 22. April 2020 eine Studie mit konsensbasierten Handlungsempfehlungen zu Organtransplantationen während der COVID-19 Pandemie, basierend auf den Veröffentlichungen der 22 Transplantationsgesellschaften.

Zur Veröffentlichung des American Journal of Transplantation

Das Journal of Hepatology veröffentlichte am 10. April 2020 einen Leserbrief, indem Stellung zur Behandlung von Patienten mit autoimmunen Leberkrankheiten während der COVID-19-Pandemie genommen wird.

Zum Leserbrief des Journals of Hepatology

Die American Association for the Study of Liver Diseases (AASLD) hat ein Positionspapier zum Umgang mit Patienten mit Lebererkrankungen und Lebertransplantation veröffentlicht. Webinare stehen ebenfalls zur Verfügung.

Zum Positionspapier der AASLD

Zu den Webinaren der AASLD

Die Deutsche Leberstiftung hat die deutsche Übersetzung des Positionspapiers der EASL und der ESCMID mit Empfehlungen für die Behandlung von Patienten mit Lebererkrankungen herausgegeben.

Zur Übersetzung der Deutschen Leberstiftung des Positionspapiers der EASL und ESCMID

Das European Reference Network (ERN) hat ein Informationsblatt für alle Patienten mit autoimmunen Lebererkrankungen erstellt.

Zum Informationsblatt der ERN

Seit dem 22.03.2020 steht ein Melderegister zur Verfügung, in das europaweit Patienten mit einer Lebererkrankung oder einer Lebertransplantation und einer SARS-CoV-2 Infektion eingetragen werden sollten.

Zum Covid-Hep-Register

Patienten mit Krebserkrankungen

Die European Society for Medical Oncology (ESMO) hat Empfehlungen zur Behandlung von Krebspatienten während der COVID-19-Pandemie auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Zu den Empfehlungen der ESMO

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) hat erste Empfehlungen zur Risikoeinschätzung und zum Umgang von Patienten mit Krebserkrankungen vorgelegt.

Zu den Empfehlungen der DGHO

Onkozert hat ein Dokumentationstool für COVID-19 Patienten entwickelt, das bereits ein Ethikvotum hat und Datenextraktion ermöglicht.

Zur COVID-19-Datenbank des Onkonzerts

Gastroenterologische Manifestationen bei COVID-19 Patienten

Die American Gastroenterological Association (AGA) hat ihre Expertenempfehlungen für die Gastroenterologie aktualisiert: AGA Institute Rapid Review of the GI and Liver Manifestations of COVID-19, Meta-Analysis of International Data, and Recommendations for the Consultative Management of Patients with COVID-19.

Zu den Expertenempfehlungen der AGA

Allgemeine Informationen für die Patientenversorgung

Das Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) ein europäisches Fallregister aufgelegt, in dem klinische Daten für Patientinnen und Patienten mit SARS-CoV-2 Infektion gesammelt werden. Das Lean European Open Survey for SARS-CoV-2 Infected Patients (LEOSS) ist mehrsprachig und soll in der ganzen EU zum Einsatz kommen.

Zu den weiterführenden Informationen über LEOSS

Die Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) hat Informationen für die hausärztliche Praxis, für Patienten und Ärzte sowie für die Therapie von Patienten aus palliativmedizinischer Perspektive auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Zu den Informationen der AWMF für die hausärztliche Praxis

Zu den Informationen der AWMF für die Therapie von Patienten aus palliativmedizinischer Perspektive

Zu den Informationen der AWMF für Patienten und Ärzte

Die Europäische Kommission stellt ein Covid-19 Clinical Management Support System (Covid-19-CMSS) zur Verfügung, um die Versorgung von Patienten zu unterstützen. Über das Portal können klinisches Wissen europaweit unter Experten ausgetauscht und Fälle diskutiert werden.

Informationen zum Covid-19-CMSS

Zur Covid-19 CMSS Registrierung

Zur Ernährungstherapie bei SARS-CoV-2 Infektionen hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin das ESPEN-Expertenstatement mit Handlungsempfehlungen übersetzt:

Zu den DGEM Leitlinien

Endoskopie

In der wissenschaftlichen Fachzeitschrift “Clinical Gastroenterology an Hepatology” sind kürzlich Empfehlungen zum Umgang mit Funktionstests des Ösophagus während der COVID-19 Pandemie erschienen.

Zu den Empfehlungen in der Fachzeitschrift “Clinical Gastroenterology an Hepatology”

Position Statement der ESGE und ESGENA: Aktualisierung der Leitlinien in der Post-Lockdown-Phase

Zum Position Statement der ESGE und ESGENA

Die American Gastroenterology Association (AGA) hat Empfehlungen zu gastrointestinalen Untersuchungen veröffentlicht.

Zu den Empfehlungen der AGA

Die Universität Halle hatte eine Umfrage zur Versorgungsrealität in deutschen Endoskopiezentren in Zeiten der COVID-19 Pandemie erstellt, deren Ergebnisse in einer Publikation nun veröffentlicht wurden. Die Autoren schlussfolgern, dass präzise definiert werden muss, welche endoskopischen Interventionen erforderlich sind und welche abgesagt werden sollten.

Zur Publikation „Are German endoscopy units prepared for the COVID-19 pandemic? A nationwide survey“

Zur Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin I in Halle

Die Europäische Gesellschaft für Endoskopie (ESGE) hat am 18. März 2020 unter Beteiligung deutscher Experten ein Positionspapier zum Umgang mit COVID-19 im Zusammenhang mit gastrointestinaler Endoskopie publiziert. Die DGVS zusammen mit der Sektion Endoskopie unterstützt dieses Positionspapier. Die dort genannten Empfehlungen sollten, angepasst an lokale Gegebenheiten, übernommen werden.

 Zum Positionspapier der ESGE

Intensiv- und Notfallmedizin

Der European Resuscitation Council hat am 24. April 2020 europäische Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimation in Zeiten von COVID-19 herausgeben.

Zu den Leitlinien des European Resuscitation Council

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP) hat ein Positionspapier zur Beatmungstherapie bei COVID-19 veröffentlicht.

Zum Positionspapier der DGP

Die Zeitschrift Medizinische Klinik – Intensivmedizin und Notfallmedizin hat am 12. März 2020 Empfehlungen zur internistischen Intensivtherapie von Patienten mit COVID-19 publiziert.

Zur Publikation der Zeitschrift Medizinische Klinik – Intensivmedizin und Notfall

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V (DIVI) hat weitere relevante Empfehlungen, unter anderem zur Zuteilung von Ressourcen, zur Qualifikation von Pflegepersonal und zur psychosozialen Notfallversorgung auf ihrer Webseite zusammengestellt.

Zur Webseite der DIVI

 

Informationen zu Studien

Informationen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft zu medikamentösen Therapieansätzen im Rahmen von Studien und individuellen Heilversuchen.

Zu den Informationen der Arzneimittelkommission

Informationen des Arbeitskreises Medizinischer Ethik-Kommissionen (AKEK) zum Umgang mit klinischen Studien

Zu den Informationen der AKEK

Informationen der European Medicines Agency (EMA) zu Maßnahmen im Studienmanagement und zur Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen und Medikamenten.

Zu den Informationen der EMA

Linksammlung der UEG

Die United European Gastroenterology (UEG) hat auf ihrer Webseite das UEG Research Switchboard implementiert. Forschende können sich dort registrieren und für ihre Studien Teilnehmende sowie Forschungszentren werben. Interessierte Wissenschaftler/ Mediziner haben so die Möglichkeit mit den Forschenden in Verbindung zu treten und sich an der Studie zu beteiligen.

Zum UEG Research Switchboard

Die United European Gastroenterology (UEG) hat eine Sammlung relevanter Links zu offiziellen Publikationen und wissenschaftlichen Artikeln in Bezug auf COVID-19 erstellt.

Zur Linksammlung der UEG

Die United European Gastroenterology (UEG) führt eine Umfrage durch, wie die COVID-19-Pandemie das Management gastroenterologischer Patienten in der Praxis beeinflusst.

Zur Umfrage der UEG

Weiterführende Informationen

Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leibniz-LSB@TUM) hat eine Auswahl aktueller und verlässlicher Quellen zusammengestellt, die über das Thema “Corona und Lebensmittel” informieren.

Zu den Informationen der Leibniz-LSB@TUM

Experten der Helmholtz-Initiative „Systemische Epidemiologische Analyse der COVID-19-Epidemie“ bewerten in einer Stellungnahme die aktuelle Lage in Deutschland und modellieren den weiteren Verlauf der Epidemie unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien der Lockerung des Kontaktverbots.

Zur Stellungnahme der Helmholtz-Initiative

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat am 13. April 2020 eine dritte Ad-hoc-Stellungnahme veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden“ behandelt die psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie und beschreibt Strategien, die zu einer schrittweisen Rückkehr in die gesellschaftliche Normalität beitragen können.

Zur dritten Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina

Die Informationsseite des Robert Koch-Instituts (RKI) gibt weitere aktuelle Informationen und Handlungsempfehlungen zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und der Erkrankung COVID-19.

Zur Informationsseite des RKI

Die World Health Organisation (WHO) sammelt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse COVID-19 und stellt sie in einer Datenbank zusammen.

Zur Datenbank der WHO

Die Johns Hopkins University hat eine interaktive webbasierte Karte erstellt, um gemeldete Fälle von COVID-19 weltweit zu verfolgen. Die Karte wird regelmäßig aktualisiert.

Zum Coronavirus Resource Center der Johns Hopkins University

Die Cochrane Library wird vorübergehend weltweit kostenfrei und uneingeschränkt zugänglich gemacht, damit sämtliche Cochrane-Evidenz, die für den Rückgang der Pandemie von Nutzen sein könnte, allgemein zur Verfügung steht.

Zur Cochrane Libary

Am 27.03.2020 veröffentlichte der Deutsche Ethikrat seine Ad-hoc-Empfehlungen zu Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise.

Zu den Ad-hoc-Empfehlungen des Ethikrates

Kodierbarkeit COVID-19

Die WHO hat nach Beratung mit den zuständigen Gremien unter Beteiligung des WHO Familiy of International Classification (WHO-FIC) Network in Ergänzung zum Kode U07.1 COVID-19 eine Belegung der Schlüsselnummer U07.2 auf den Weg gebracht, um auch den Verdacht auf COVID-19 kodieren zu können. Der Kode U07.1 wird angepasst. Die Schlüssel sollen umgehend für die Kodierung entsprechender Fälle angewendet werden.

Weitere Informationen zur Kodierung von COVID-19 finden Sie auf der Webseite des DIMDI.

Zur Kodierung von COVID-19

Allgemeine Informationen des DIMDI

Das DIMDI hat Stellung genommen zur Frage, ob die Kodes unter 8-98g ff. auch bei Besiedelung oder Infektion mit Erregern angewendet werden, die nicht explizit im Kode als Inklusivum genannt sind, wie z.B. für positiv auf SARS-CoV-2 getestete COVID-19-Patienten (OPS Nr. 8040).

Zur Stellungnahme des DIMDI

Die Fachkommission DRG der Bundesärztekammer stellt darüber hinaus einen Leitfaden für die Kodierung zur Verfügung.

Zum Leitfaden der Fachkommission DRG

Sonderregelungen des G-BA zu COVID-19

Der G-BA hat eine Serviceseite zu befristeten Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie eingerichtet. Dort sind alle Regelungen abrufbar, die der G-BA zur Entlastung von Krankenhäusern und Ärzten sowie zum Schutz vor Infektionsrisiken beschlossen hat. Die Informationen sind nach Richtlinien gegliedert und fassen die wesentlichen Inhalte der getroffenen Beschlüsse jeweils knapp zusammen. Die Seite enthält darüber hinaus Pressemitteilungen des G-BA zum Thema und nennt weiterführende Informationsseiten.

Zu den Maßnahmen des G-BA