Der DGVS Vorstand stellt sich vor
Prof. Dr. med. Heiner Wedemeyer
Die Gastroenterologie ist ein zentrales und vielfältiges Fach der Inneren Medizin. Gleichzeitig stehen wir vor großen Herausforderungen: Arbeitsverdichtung, Fachkräftemangel, zunehmende Bürokratisierung, die Umsetzung der Ambulantisierung, wirtschaftlicher Druck in Klinik und Praxis sowie die Sicherung von Weiterbildung und wissenschaftlichem Nachwuchs. Als DGVS tragen wir Verantwortung für die langfristige Stärkung und Weiterentwicklung unseres Faches. In den vergangenen drei Jahren haben wir die berufspolitische Präsenz der Fachgesellschaft ausgebaut, unsere Sichtbarkeit erhöht und Strukturen geschaffen, die den Austausch und die Zusammenarbeit verbessern – etwa durch aktive thematische Arbeitsgemeinschaften und eine starke Einbindung aller Versorgungssektoren. Für die kommenden drei Jahre setze ich mich dafür ein, die DGVS als moderne, vernetzte und wissenschaftlich führende Fachgesellschaft weiter auszubauen. Wir fördern Innovation, sichern hohe Qualitätsstandards, stärken Klinik, Praxis und Universitätsmedizin gleichermaßen und unterstützen Nachwuchs und Forschung nachhaltig. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Gastroenterologie.
Prof. Dr. med. Matthias Ebert
Als Finanzvorstand der DGVS setze ich mich für eine vorausschauende, nachhaltige und transparente Finanzführung ein. Eine stabile wirtschaftliche Basis ist entscheidend, um Forschung, Fortbildung und berufspolitische Arbeit langfristig zu sichern. Ich möchte die Fachgesellschaft weiterhin auf soliden Fundamenten halten, die Arbeit der Geschäftsstelle und des Vorstands unterstützen und die finanzielle Unabhängigkeit der DGVS stärken. So schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen, um unser Fach wissenschaftlich und klinisch erfolgreich weiterzuentwickeln.
Prof. Dr. med. Jörg G. Albert
Die Gastroenterologie ist systemrelevant – sowohl durch die enorme Breite unseres Faches als auch durch die hohe Komplexität vieler diagnostischer und therapeutischer Verfahren. In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen im Gesundheitswesen ist es mein Ziel, die Position der Gastroenterologie nachhaltig zu stärken. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass gastroenterologische Versorgung in Klinik und Praxis zukunftssicher aufgestellt bleibt – ambulant, stationär und sektorenübergreifend. Dazu gehört die Sicherung hoher Qualitätsstandards, die Unterstützung moderner Versorgungsstrukturen sowie die Förderung eines konstruktiven Austauschs zwischen allen Akteuren im Gesundheitswesen.
Prof. Dr. med. Verena Keitel-Anselmino
Leitlinien sind das Fundament und Aushängeschild der DGVS. Sie sichern Qualität, schaffen Vertrauen und stärken unsere wissenschaftliche und gesundheitspolitische Arbeit. Ich möchte die Leitlinienarbeit zukunftsfähig gestalten – mit klaren Prozessen, digitaler Unterstützung und einer besseren Implementierung in Klinik, Praxis und Politik. Ziel ist eine lebendige Leitlinienkultur, die Wissenschaft, Versorgung und Patientensicherheit verbindet.
Prof. Dr. med. Leopold Ludwig
Der medizinische Fortschritt und die zunehmende Ambulantisierung führen zu einer engeren Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung. Um die Qualität und Attraktivität der Gastroenterologie zu erhalten, müssen wir Versorgungspfade gemeinsam denken und Strukturen schaffen, die beide Bereiche gleichwertig einbeziehen. Ich möchte den Dialog zwischen Klinik, Praxis, Fachgesellschaft und Politik fördern, um die Qualität der Ausbildung wie der Versorgung und die Nachhaltigkeit unseres Faches langfristig zu sichern.
Prof. Dr. med. Julia Mayerle
Die Krankenhausreform wird die gastroenterologische Fort- und Weiterbildung in den kommenden Jahren deutlich verändern. Damit unsere Expertise in Diagnostik, Endoskopie und klinischer Versorgung erhalten bleibt, brauchen wir verlässliche Ausbildungsstrukturen – auch über Sektorengrenzen hinweg. Ich setze mich für Konzepte ein, die eine moderne, praxisnahe und attraktive Weiterbildung ermöglichen – in großen Zentren ebenso wie in der Fläche, mit klaren Rotationen, vernetzten Lernorten und digitalen Lehrformaten.
Prof. Dr. med. Birgit Terjung
Die Gastroenterologie umfasst das größte Organsystem des Menschen und bietet enormes Potenzial für Prävention, Therapie und Lebensqualität. Dieses Potenzial möchte ich sichtbarer machen – in Klinik, Praxis, Ausbildung und Öffentlichkeit. Mein Ziel ist es, die einzigartige Breite und große Bedeutung unseres Fachgebietes für Studierende, Kolleginnen und Kollegen, Patientinnen und Patienten, Politikerinnen und Politiker durch anlassbezogene und kontinuierliche Medienarbeit erlebbar zu machen. Das Leitmotiv der DGVS „Gesundheit durch Gastroenterologie“ soll spürbar, wirksam und nachhaltig nach aussen vertreten werden.
Prof. Dr. med. Elke Roeb
Als Kongresspräsidentin der Viszeralmedizin 2026 möchte ich die Vielfalt und Faszination der Gastroenterologie sichtbar machen – klinisch, translational und wissenschaftlich. Der interdisziplinäre Austausch zwischen Gastroenterologie und Viszeralchirurgie soll neue Perspektiven eröffnen, fächerübergreifende Kooperationen fördern und den viszeralmedizinischen Nachwuchs inspirieren. Unsere gemeinsame Mission lautet: Prävention, Translation und Perspektiven für eine moderne und patientenorientierte Medizin.
PD Dr. med. Axel Eickhoff
Die Endoskopie bildet den dynamischen Kern einer modernen und zukunftsfähigen Gastroenterologie. Durch innovative Technologien & Techniken erweitert sich unser diagnostisches und therapeutisches Armamentarium stetig und ermöglicht eine noch präzisere, patientenorientierte Versorgung. Als Vorsitzender der Sektion Endoskopie ist es mir ein Anliegen, diese Entwicklungen sichtbar zu machen und den Dialog zwischen Forschung, klinischer Praxis und Ausbildung weiter zu stärken – für eine moderne, verantwortungsbewusste und zukunftsgerichtete Endoskopie.
Prof. Dr. med. Alexander Meining
Keine Gastroenterologie ohne Endoskopie – sie verbindet alle Bereiche unseres Faches. Endoskopie steht für Präzision, Innovation und unmittelbare Patientenversorgung. Ich möchte ihre Bedeutung als zentrale Säule der Gastroenterologie weiter stärken – als Motor für Qualität, Fortschritt und Nachwuchsförderung. Ziel ist es, die Endoskopie als treibende Kraft für Prävention, Diagnostik und Therapie sichtbar zu machen.