Jahres-Pressekonferenz der DGVS

Jahrespresskonferenz 2018 (von links nach rechts): Prof. Dr. med. Andreas Stallmach (Jena), DGVS Vorstandsmitglied Prof. Dr. med. Christian Trautwein (Aachen), Anne Katrin Döbler (Thieme, Stuttgart), Professor Dr. med. Volker Ellenrieder (Göttingen), Prof. Dr. med. Thomas Berg (Leipzig) (c) DGVS

Am Mittwoch, den 30. Mai 2018 fand im Haus der Bundespressekonferenz im Berliner Regierungsviertel die Jahrespresskonferenz der DGVS statt. Hochrangige Referenten aus den eigenen Reihen sprachen dabei über aktuelle und öffentlichkeitsrelevante gastroenterologische Themen. Den Auftakt macht Prof. Christian Trautwein aus Aachen, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit, mit einem Statement zur aktuellen Kampagne der DGVS „Prävention beginnt in den Verdauungsorganen!“.

Themen und Referenten

  • Prävention beginnt in den Verdauungsorganen! Zum Positionspapier – Was sich in der aktuellen Legislaturperiode ändern muss
    Professor Dr.med. Christian Trautwein, Aachen
  • „Ein Gläschen in Ehren…“? Was „ganz normaler“ Alkoholkonsum in unserem Verdauungstrakt anrichtet
    Professor Dr. med. Volker Ellenrieder, Göttingen
  • Wie sich auf Reisen die Darmflora verändert – und warum das auch für Daheimgebliebene ein Risiko ist
    Professor Dr. med. Andreas Stallmach, Jena
  • Meist unbemerkt, aber weit verbreitet: Jeder 6. Deutsche infiziert sich mit Hepatitis E. Wann und für wen wird die Infektion zur Gefahr? Was empfiehlt die neue europäische Leitlinie?
    Professor Dr. med. Thomas Berg, Leipzig

Moderation: Pressestelle DGVS, Stuttgart/Berlin

Download Pressemappe

Vergangene Veranstaltungen

Jahrespressekonferenz 2017

Am Dienstag, den 30. Mai 2017 fand die Jahrespressekonferenz der DGVS im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin statt. Hochrangige Experten aus den Reihen der Fachgesellschaft referierten vor der Fachpresse zu wichtigen aktuellen Entwicklungen aus der Gastroenterologie. Erstmals wurde das neue Weißbuch für Gastroenterologische Krankheiten der DGVS vorgestellt.

Prof. Frank Lammert, Präsident der DGVS und Mit-Herausgeber des „Weißbuch für Gastroenterologische Krankheiten 2017“ eröffnete die Konferenz und präsentierte das Werk, das in Zusammenarbeit zahlreicher namhafter Autoren aus den Reihen der Fachgesellschaft gemeinsam mit dem Center for Health Economics Research in Hannover erstellt wurde. Die Versorgung von Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse in Deutschland ist sowohl medizinisch, als auch gesamtwirtschaftlich von größter Bedeutung. Die nichtmalignen Erkrankungen der Verdauungsorgane sind nach den Herz-Kreislaufstörungen die mit Abstand häufigsten Krankheiten der Deutschen. Zum Weißbuch

Im Anschluss berichtete Prof. Thomas Seufferlein, Beiratsmitglied der DGVS, über die Fortschritte bei der individualisierten Darmkrebsprävention und –behandlung. Darmkrebs ist immer noch eine der häufigsten Krebstodesursachen bei Männern und Frauen. Über einen Fünf-Jahres-Zeitraum ist jedoch zuletzt eine deutliche Abnahme der Prävalenz und der Neuerkrankungen zu verzeichnen. Dies ist sehr wahrscheinlich auf die seit mehreren Jahren in Deutschland durchgeführten Maßnahmen zur Darmkrebsprävention zurückzuführen.

Prof. Christian Trautwein, Vorstandsmitglied der DGVS, referierte über  die dramatische Zunahme der Patienten mit Fettleber. Aktuell leiden etwa eine Milliarde Menschen unter Adipositas. Insbesondere in den westlichen Industriestaaten steigt der Anteil in der Bevölkerung kontinuierlich an. Über 70 Prozent dieser Patientinnen und Patienten – rund 380 Millionen Diabetes-Patienten weltweit – leiden unter einer Fettleber. Es handelt sich um eine gefährliche Volkserkrankung, die  neue Therapieansätze dringend notwendig macht.

Vervollständigt wurde die Runde von Frau Prof. Irmtraud Koop, ebenfalls Beiratsmitglied der DGVS, die über Nutzen und Risiken von Magensäureblockern berichtete. Die zugrunde liegende Refluxkrankheit kann ebenfalls als  Volkskrankheit angesehen werden und betrifft rund 25% der Deutschen. Es wurden die Fragen „Wie gelingt ein sinnvoller Einsatz der Arznei?“ und „Was sollten Patienten und Ärzte beachten?“ erörtert.

Download der Pressemappe