Presse
Hier finden Sie alle Pressemitteilungen der DGVS chronologisch sortiert. Sie haben Fragen zu einzelnen Themen? Wenden Sie sich an unsere Pressestelle oder an das DGVS Büro.
Pressemitteilungen
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Präzision statt Gießkanne: Prävention des Pankreaskarzinoms braucht gezielte Strategien
Das Pankreaskarzinom zählt zu den aggressivsten Krebserkrankungen. Rund 20.000 Menschen erhalten jährlich die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Meist wird der Krebs erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, weshalb nur etwa zehn Prozent der Erkrankten die ersten fünf Jahre nach der Diagnose überleben. Anlässlich des Weltkrebstages macht die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) deutlich, dass die bisherigen Bemühungen, wirksame Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen von Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Gesamtbevölkerung zu etablieren, bislang zu kurz greifen. Die Fachgesellschaft fordert deshalb neue Mechanismen und Vorsorgepfade, um gezielt Menschen mit einem erhöhten Risiko zu identifizieren und ihnen eine personalisierte Vorsorge und Behandlung zu ermöglichen.
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Proteinshakes zum Abnehmen: Bedarf, Nutzen und was der Körper wirklich braucht
Mit dem Jahreswechsel nehmen sich viele Menschen vor, endlich gesünder zu leben und ein paar Kilos zu verlieren. Proteinshakes gelten dabei als praktische Helfer zum Abnehmen – viel Eiweiß, wenig Kalorien, schnell zubereitet. Doch nicht jeder Shake ist automatisch gesund und nicht jeder Mensch braucht ihn. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) betont, dass für gesunde Menschen ein routinemäßiger Konsum proteinangereicherter Fertigprodukte in der Regel nicht erforderlich ist.
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Stuhltest oder Koloskopie? DGVS klärt über Vor- und Nachteile der Methoden zur Darmkrebsvorsorge auf
Darmkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen: Rund 55.000 Menschen erkranken jährlich, etwa 23.000 sterben daran. Dabei gilt Darmkrebs als nahezu vermeidbar – wenn seine Vorstufen rechtzeitig erkannt werden. Ob immunologischer Stuhltest oder Darmspiegelung: Beide Methoden retten Leben. Anlässlich des Tages der Krebsvorsorge ruft die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) dazu auf, die verfügbaren Angebote konsequenter zu nutzen und erläutert Vor- und Nachteile der Verfahren.
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Europa steht ohne dringende Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen vor einer Leberkrebs-Epidemie
Leberkrebs gehört zu den am schnellsten wachsenden Ursachen für Krebstodesfälle in Europa. Wie aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, wird die Sterblichkeitsrate in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich stark ansteigen. Als Reaktion auf diese eskalierende Krise haben die United European Gastroenterology (UEG) und die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) eine gemeinsame Erklärung zur Prävention und Früherkennung von Leberzellkarzinomen (HCC) heute im Rahmen der UEG Week 2025 veröffentlicht.
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DGVS mahnt zur Sorgfalt in der Erreger-Diagnostik
Nach aktuell über 100 EHEC-Verdachtsfällen in Mecklenburg-Vorpommern steigt die Unsicherheit in der Bevölkerung. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS) mahnt zu einer nüchternen Bewertung der Zahlen. Der Grund: Mit der zunehmenden Nutzung hochsensitiver PCR-Diagnostik steigt das Risiko, dass auch klinisch nicht relevante Befunde als EHEC-Infektionen gewertet werden. Die DGVS rät – entsprechend ihrer Leitlinie zu gastrointestinalen Infektionen – ausdrücklich dazu, PCR-Nachweise von EHEC stets durch eine Kultur abzusichern.
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Organspende neu regeln: Gastroenterologie spricht sich für Widerspruchslösung aus
Rund 8.500 Menschen warten derzeit in Deutschland auf ein lebensrettendes Spenderorgan – doch für viele bleibt die Hoffnung unerfüllt1. Besonders dramatisch ist die Lage für Patientinnen und Patienten mit akutem Leberversagen, für die es keine alternative Behandlung gibt. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e.V. fordert daher entschieden die Einführung der Widerspruchslösung, um dem akuten Organmangel entgegenzuwirken. Der Bundesrat wird sich in seiner Sitzung am Freitag, den 26. September 2025 nochmals mit dem Thema befassen und auch Abgeordnete des Bundestages haben angekündigt, das Thema erneut auf die Agenda zu setzen.
