Presse
Hier finden Sie alle Pressemitteilungen der DGVS chronologisch sortiert. Sie haben Fragen zu einzelnen Themen? Wenden Sie sich an unsere Pressestelle oder an das DGVS Büro.
Pressemitteilungen
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Krankheiten verhindern statt behandeln: DGVS fordert Nationale Dekade für Prävention
Die ‚Wirtschaftsweisen‘ haben in ihrem gestern in Berlin vorgestellten Frühjahrsgutachten Prävention deutlich in den Fokus gerückt. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS) betont: Wirtschaftliche Aspekte seien in dieser Debatte zwar ein wichtiger Faktor. Entscheidend für die Menschen sei, Krankheiten zu verhindern, früher zu erkennen und ihnen auf diese Weise Leid und verlorene Lebensjahre zu ersparen. Die DGVS fordert daher eine nationale Präventionsstrategie und eine „Nationale Dekade für Prävention“ – mit besserer Vorsorge, gesunden Lebenswelten und gezielten Programmen für Risikogruppen etwa bei Darmkrebs, Hepatitis und Fettleber.
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Feste Routine statt Zwischenmahlzeiten – Aktuelle Studie belegt: Regelmäßiges Essen tut der Leber gut
Lange hielt sich die Empfehlung, besser mehrere kleine Mahlzeiten anstatt drei großer einzuplanen. Aktuelle Studienergebnisse sprechen nun dafür, auf Zwischenmahlzeiten weitestgehend zu verzichten. Gegen gelegentlichen Genuss zwischendurch ist nach wie vor nichts einzuwenden. Entscheidend für die Gesundheit der Leber ist jedoch nicht nur, was gegessen wird – sondern wann. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hin. Eine aktuelle Studie zeigt, dass unregelmäßige Nahrungsaufnahme den biologischen Rhythmus der Leber messbar verändern kann – mit möglichen Folgen für zentrale Stoffwechselprozesse.
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Initiative zur Zertifizierung von Entzündungszentren: Fachgesellschaften schaffen Grundlage für bessere Versorgung bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen
Die Entzündungsmedizin steht vor einem grundlegenden Wandel: Statt allein auf das betroffene Organ zu schauen, setzen moderne Therapiekonzepte auf stärker personalisierte Behandlungen, die die zugrunde liegenden Entzündungs- und Immunprozesse im Körper berücksichtigen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, haben die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) sowie die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) eine gemeinsame Initiative zur Zertifizierung interdisziplinärer Entzündungszentren gestartet. In einer gemeinsamen Kommission entwickeln die Fachgesellschaften den Rahmen für eine nationale Struktur zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen.
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Darmkrebs: Soziale Unterschiede beeinflussen Erkrankungsrisiko und Überlebenschancen
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland – doch das Risiko ist ungleich verteilt. Menschen mit niedrigem Einkommen oder geringer Bildung erkranken häufiger und haben schlechtere Überlebenschancen als sozial besser gestellte Bevölkerungsgruppen. Studien zeigen: In sozial benachteiligten Regionen liegt die Darmkrebsrate bis zu 20 Prozent höher als in wohlhabenderen Regionen.(2,3) Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) sieht darin ein deutliches Signal für die Notwendigkeit von mehr zielgerichteter Vorsorgeangebote.
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Mehr Fleisch, mehr Fett – wenig Evidenz: DGVS mahnt zur Vorsicht bei neuen US-Ernährungsempfehlungen
Zum „Tag der gesunden Ernährung“ warnt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) vor einer unkritischen Betrachtung und Übernahme neuer US-Ernährungsempfehlungen in Deutschland – etwa in den sozialen Medien. Die von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. vorgestellten Leitlinien betonen tierische Proteinquellen und vollfette Milchprodukte deutlich stärker als bisher und setzen etwa bewährte Grenzwerte für die tägliche Eiweiß-Zufuhr deutlich nach oben. Die DGVS kritisiert genauso wie die American Society for Nutrition die wissenschaftliche Herleitung der Empfehlungen. Die DGVS betont, dass die in Deutschland geltenden Ernährungsempfehlungen auf transparenter Evidenz beruhen und nicht politischen oder medialen Trends folgen sollten.
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Präzision statt Gießkanne: Prävention des Pankreaskarzinoms braucht gezielte Strategien
Das Pankreaskarzinom zählt zu den aggressivsten Krebserkrankungen. Rund 20.000 Menschen erhalten jährlich die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Meist wird der Krebs erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, weshalb nur etwa zehn Prozent der Erkrankten die ersten fünf Jahre nach der Diagnose überleben. Anlässlich des Weltkrebstages macht die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) deutlich, dass die bisherigen Bemühungen, wirksame Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen von Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Gesamtbevölkerung zu etablieren, bislang zu kurz greifen. Die Fachgesellschaft fordert deshalb neue Mechanismen und Vorsorgepfade, um gezielt Menschen mit einem erhöhten Risiko zu identifizieren und ihnen eine personalisierte Vorsorge und Behandlung zu ermöglichen.
