JUGA - Preceptorship

JUGA Preceptorship 2022

Vom 25. bis 26. Juli 2022 findet der nächster Preceptership in Gera statt.

Unser Preceptorship findet im Waldklinikum Gera bei Prof. Dr. med. Uwe Will in der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Diabetologie­ und Allgemeine Innere Medizin statt. Prof. Dr. Will ist international anerkannter Experte für Sonographie und Endosonographie und Seminarleiter der DEGUM für „Abdominelle Sonographie“ sowie Kursleiter der DEGUM „Endosonographie“ Stufe 3. Im Jahr 2021 wurden am Klinikum Gera 10.000 Sonographien und 1.000 Endosonographien durchgeführt.

JUGA Preceptorship 2021: Zwei lehrreiche Tage

Am 15. und 16. November 2021 fand das erste Preceptorship der JUGA in der Klinik und Poliklinik für interdisziplinäre Endoskopie, geleitet von Prof. Thomas Rösch, am UKE in Hamburg statt. Sechs JUGAs durften zwei Tage lang Professor Rösch und seinem Team beim Endoskopieren über die Schulter schauen.

Abwechslungsreiches Programm für die JUGAs
Zwei perorale endoskopische Myotomien (POEM), eine Barett-Mukosektomie, eine PTCD, ein Ösophagusstent, eine Endosonographie von Pankreaszysten und eine Varizenligatur – wer kann schon behaupten an einem Tag ein so abwechslungsreiches Programm live mitverfolgt zu haben? Pandemiebedingt haben Live-Endoskopien im Rahmen von Online-Fortbildungen den Weg auf unsere Computerbildschirme und in unsere Wohnzimmer gefunden. So haben viele von uns bereits eine POEM online gesehen, Studien darüber gelesen und über das Komplikationsrisiko nachgedacht. Wenn man aber vor Ort beobachtet, wie die Submukosa Faser für Faser vorsichtig durchtrennt und Gefäße behutsam koaguliert werden, bekommt man ein ganz besonderes Gefühl für die Intervention. Ein Gefühl, das sich aus dem Respekt vor der relativen Invasivität und einer realistischen Risikoeinschätzung zusammensetzt. Ein Gefühl, das zusammen mit der Kenntnis der objektiven Datenlage mir wichtig erscheint, um Patienten umfänglich beraten zu können.

Unbezahlbarer Mehrwert durch persönlichen Austausch
Erklärungen der Untersucher und begleitende Kommentare haben sich bei endoskopischen Fortbildungen, wie dem ENDOCLUB NORD längst bewährt. Auch hier bringt die unmittelbare Anwesenheit als Beobachter im Endoskopieraum einen unbezahlbaren Mehrwert durch die persönliche Interaktion mit dem Untersuchenden. Eine solche Situation ist wahrlich ein Privileg – quasi eine Privataudienz! Mit der Ausnahme, dass in der Endoskopie im UKE kein hierarchischer, sondern ein höchst kollegialer Ton herrscht. Prof. Rösch nahm sich während des Preceptorships wiederholt sehr viel Zeit, um auf unsere Fragen ausführlich einzugehen. Vor allem Fachliches; aber auch allgemeine Fragen zur Ausbildung, zu Forschungsthemen und zu Karriereüberlegungen wurden diskutiert. Und das nicht nur in den Räumen der Endoskopie. Beim gemeinsamen Tagesausklang wurde angeregt weiterdiskutiert über Gott und die Welt (der Endoskopie). Besonders beeindruckt war ich von der Frage von Prof. Rösch: „Gibt es Projekte; bei denen ich Sie unterstützen kann?“ – ein ehrlich gemeintes Angebot, über das sich viele junge Gastroenterologen freuen würden!

Beim Endoclub schnuppern
Unsere Hospitation führte uns auch in das Trainingszentrum der Endoclub Academy am UKE-Campus. Dr. Karsten Ohlhoff, Oberarzt der Klinik präsentierte uns in diesem Rahmen eine seiner aktuellen Studien, die beleuchten sollen, wie gut ein Onlinekurs in Kombination mit einem intensiven Training am Endoskopiesimulator junge Kollegen für die Tätigkeit in der Endoskopie vorbereitet. An speziellen Endoskopiesimulatoren – einer schwarzen Box, in der man mit dem Gastroskop Geschicklichkeitsaufgaben lösen muss – durften auch wir unsere endoskopischen Fähigkeiten testen. Von einer solchen strukturierten Einarbeitung in die manuellen Fertigkeiten der Endoskopie haben sicherlich viele von uns am Anfang ihrer Ausbildung geträumt. Die Ausbildung des gastroenterologischen Nachwuchs ist in Deutschland sehr heterogen und manchmal auch steinig. Umso wichtiger sind Initiativen, wie das DGVS-Preceptorship: Der wertvolle Austausch mit Kollegen wird dadurch nicht nur gefördert, sondern erst ermöglicht. Für diese inspirierende und motivierende Erfahrung möchten wir uns daher bei der DGVS und den JUGA-Sprechern Sophie Schlosser und Jonas Staudacher bedanken. Wir möchten uns auch sehr herzlich bei Jenny Krause bedanken für die tolle Organisation und die sehr herzliche Fürsorge während des gesamten Preceptorships. Unser ganz besonderer Dank gilt natürlich Herrn Prof. Rösch und seinem Team für diese einmalige Erfahrung!

Dr. Oscar Cahyadi

Dr. Stavros Dimitriadis

Dr. Jakob Garbe

Dr. Johanna List

Viliam Masaryk