Critical Incident Reporting System

CIRS Endoskopie der DGVS

Bestmögliche Patientensicherheit ist eine wesentliche Forderung an das heutige Gesundheitswesen. Neben Leitlinien und strukturierter Ausbildung sind dabei Fehlermeldesysteme von Bedeutung. CIRS Endoskopie der DGVS ist das erste Modellprojekt eines Berichtssystems für kritische Ereignisse in der gastrointestinalen Endoskopie. In einem eigens eingerichteten Internetportal können alle Interessierten Fälle berichten und aus den berichteten und analysierten Fällen eigene Maßnahmen zur präventiven Steigerung der Patientensicherheit in ihrem Handlungsalltag ableiten.

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CIRS Endoskopie der DGVS ist ein bundesweites Erfassungssystem zur anonymen Eingabe und Auswertung kritischer Ereignisse in der ambulanten und stationären Endoskopie. Nach unserer Kenntnis ist es weltweit das erste nationale CIRS auf dem Gebiet der gastrointestinalen Endoskopie. CIRS Endoskopie wird von der DGVS in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) betrieben, das mit CIRSmedical.de-Plus über eine langjährige und breite Erfahrung mit diesen Berichtssystemen verfügt. Nachfolgend werden Struktur und Abläufe vorgestellt:

In einem eigenen Internetportal DGVS CIRS Endoskopie (www.dgvs-cirs.de) ist eine standardisierte Eingabemaske hinterlegt. Dort können Ereignisse mit ihren zugehörigen Informationen und Freitextbeschreibungen eingegeben und versendet werden. Alle am Arbeitsprozess einer Endoskopieabteilung beteiligten Berufsgruppen in Praxis und Klinik können berichten. Unter dem Gedanken der Ereignisprävention sind nicht nur Berichte von Ereignissen mit und ohne Patientenschaden, sondern auch Berichte über Beinaheereignisse erwünscht. Auch Fälle aus einem krankenhausinternen CIRS können berichtet werden.

Vollständige Anonymisierung

Alle Berichte werden von dem ÄZQ vollständig anonymisiert, sodass berichtende Person und Einrichtung nicht mehr erkennbar sind. Erst danach werden sie dem Lenkungsgremium CIRS Endoskopie zur Verfügung gestellt. Die eingegebenen Daten verbleiben auf einer geschützten Datenbank in der Schweiz. Zusammen mit den Mitgliedern eines Expertengremiums werden die Berichte analysiert und es wird möglichst eine Empfehlung ausgesprochen.

Fallberichte und Analysen sind im Internetportal allen Lesern zugänglich, die daraus vorbeugende Maßnahmen für den eigenen klinischen Alltag ableiten können, um ähnlichen Ereignissen vorzubeugen.

Vorstand und Mitgliedern der DGVS soll regelmäßig über die Entwicklung und die Inhalte dieses in der gastrointestinalen Endoskopie neuen Modellprojekts berichtet werden. Wir appellieren an alle Mitglieder der DGVS und an alle am Endoskopieprozess beteiligten Berufsgruppen, sich aktiv durch Nutzung des Portals am Projekt zu beteiligen. Wir sind überzeugt, dass unser Fach mit diesem Modellprojekt einen weiteren wichtigen Beitrag für die Sicherheit unserer Patienten leisten wird.