Innovationsfonds

Mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz erhielt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Auftrag, neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen, und Versorgungsforschungsprojekte, die auf einen Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der bestehenden Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgerichtet sind, zu fördern. Übergeordnetes Ziel des Innovationsfonds ist eine qualitative Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Die DGVS ist mit zwei Projekten am Innovationsfonds beteiligt.

FARKOR – Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom (KRK)

Die DGVS ist offizieller Partner des Innovationsfondsprojektes FARKOR. Im Projekt FARKOR sollen Menschen mit einem familiär erhöhten Darmkrebsrisiko in Bayern bereits früh – im Alter von 25 bis 50 Jahren – identifiziert werden. Ziel des Projekts ist es, familiär mit Darmkrebs belasteten Menschen eine risikoangepasste Darmkrebsvorsorge anzubieten und damit die Sterblichkeit von Darmkrebs bei den unter 50-jährigen zu senken. Eine gesundheitsökonomische Kosten-Nutzen-Analyse des neu eingeführten Programms soll zeigen, ob dadurch insgesamt auch Kosten gespart werden können. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. elf Millionen Euro gefördert. Im Erfolgsfall kann das vorliegende Konzept auch auf andere Bundesländer übertragen werden. Vertreter der DGVS ist Herr PD Dr. Pox aus Bremen.

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SEAL – Strukturierte Früh-Erkennung einer Asymptomatischen Leberzirrhose in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Das Projekt SEAL (Strukturierte Früh-Erkennung einer Asymptomatischen Leberzirrhose) erprobt, inwieweit ein Leberwert-Screening beim Hausarzt dabei hilft, den Anteil früh diagnostizierter Erkrankter zu erhöhen und wirksam zu behandeln. Allen über 35-jährigen AOK-Versicherten in Rheinland-Pfalz und im Saarland wird angeboten, sich im Zuge des regelmäßigen medizinischen Check-Up beim Hausarzt ihren persönlichen Leber-Risikowert ermitteln zu lassen. Bestätigt sich der Verdacht, übernimmt ein Leberzentrum die Absicherung der Diagnose und leitet die frühzeitige Behandlung ein. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 2,7 Millionen Euro gefördert. Im Erfolgsfall ist die neue Versorgungsform auf andere Regionen übertragbar. Zudem kann die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Fachärzten und Hochschulambulanzen beispielhaft auf andere Krankheitsgebiete übertragen werden. Ansprechpartner für das Projekt ist Prof. Peter Galle aus Mainz.

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