Pressemitteilungen

Hier finden Sie alle Pressemitteilungen der DGVS chronologisch sortiert. Sie haben Fragen zu einzelnen Themen? Wenden Sie sich an unsere Pressestelle unter den nebenstehenden Kontaktdaten.

Berlin, 30.05.2017

Weißbuch Gastroenterolgische Erkrankungen 2017 der DGVS: Erkrankungen der Verdauungsorgane sind die vergessenen Volkskrankheiten

Die nicht-malignen Krankheiten der Verdauungsorgane sind nach den Herz-Kreislaufstörungen die häufigsten Krankheiten der Deutschen. Jährlich werden rund zwei Millionen Menschen, die an einer Erkrankung des Verdauungssystems leiden, im Krankenhaus behandelt. Als Volkskrankheiten werden die gastroenterologischen Erkrankungen dennoch nicht wahrgenommen – und rangieren in Gesundheitspolitik und Wissenschaftsförderung entsprechend weit hinten. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in ihrem neuen „Weißbuch Gastroenterologische Erkrankungen 2017“. Mit dem erstmalig aufgelegten Weißbuch will die DGVS eine validierte Zahlengrundlage schaffen, auf deren Basis Diskussionen über die Gegenwart und Zukunft der gastroenterologischen Erkrankungen in Deutschland geführt werden können.

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Berlin, 31.03.2017

Darmkrebsvorsorge mit verbessertem Test: Künftig suchen Antikörper nach verstecktem Blut im Stuhl

Ab dem 1. April 2017 erstatten die Krankenkassen einen neuen Test zur  Früherkennung von Darmkrebs. Der bisherige Guajak-Test, der verstecktes Blut im Stuhl anzeigt, wird durch einen immunologischen Stuhltest ersetzt – den immunologischen fäkalen Okkultbluttest iFOBT. Dieser beruht auf einer Antikörper-Reaktion mit dem menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin und hat sich in Studien als noch zuverlässiger erwiesen als der Guajak-Test. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) rät Menschen ab 50 Jahren regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge zu gehen. Der IFOBT sollte ab dem Alter von 50 Jahren einmal jährlich durchgeführt werden. Spätestens ab 55 Jahren ist alle zehn Jahre eine Darmspiegelung empfohlen.

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Berlin, 10.03.2017

Förderung des Nachwuchses in der Gastroenterologie
DGVS vergibt Stipendien für medizinische Promotion

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS) baut ihre Förderung junger Gastroenterologen aus: Sie vergibt zwei attraktiv ausgestattete Promotionsstipendien für Arbeiten mit gastroenterologischem Fokus, um Studierende bei einem Forschungsfreisemester oder einem Forschungsaufenthalt zu unterstützen. Studierende, die eine Promotionsarbeit mit gastroenterologischem Schwerpunkt planen, können sich bis zum 30. April 2017 bei der DGVS bewerben.

Zu den Promotionsstipendien

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Berlin, 20.01.2017

Magensäureblocker: Ohne eindeutige Diagnose nicht langfristig einnehmen

Protonenpumpeninhibitoren (PPI), auch Magensäureblocker genannt, gehören zu den hierzulande am häufigsten eingenommenen Medikamenten. Nach Angaben des aktuellen Arzneimittelverordnungs-Reports hat sich ihre Verordnung in den zurückliegenden zehn Jahren mehr als verdreifacht und lag 2015 bei rund 3,7 Milliarden definierten Tagesdosen (DDD, daily defined dose). Protonenpumpeninhibitoren sind wichtige Medikamente, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Sie würden jedoch vielfach auch bei Beschwerden eingesetzt, für die sie nicht geeignet seien. In jüngster Zeit mehren sich Hinweise, dass eine langfristige Einnahme von PPI mehr Nebenwirkungen verursachen könnte, als bislang bekannt. Eine Dauermedikation sollte deshalb nur unter ärztlicher Betreuung und bei klar abgesicherter Diagnose erfolgen, empfiehlt die DGVS.

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Berlin, 01.12.2016

Sich und andere schützen:
Nach Norovirus-Erkrankung nicht zu früh in den Alltag starten

Derzeit nehmen in zahlreichen Regionen Deutschlands Infektionen mit dem hochansteckenden Norovirus zu. Im Jahr 2015 wurden mehr als 89 000 Fälle beim Robert Koch-Institut registriert, zum Großteil in den Wintermonaten Januar bis März. Dabei umfasst die Zahl nur Fälle, bei denen das Magen-Darm-Virus durch eine Laboruntersuchung nachgewiesen wurde. Die tatsächliche Fallzahl liegt um ein Vielfaches höher. Der wirksamste Schutz vor einer Infektion besteht in häufigem und sorgfältigem Händewaschen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hin.  Da das Norovirus auch nach dem Abklingen der Symptome noch bis zu zwei Wochen mit dem Stuhl ausgeschieden wird, sollten Betroffene in den Tagen nach der Erkrankung weiterhin auf sorgfältige Hand- und Toilettenhygiene achten und noch mindestens zwei Tage nach Abklingen der Erkrankung zuhause bleiben.

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