JUGA Winter School
Freue Dich auf spannende Workshops und Praxistrainings, bei denen Du wertvolle Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben kannst. Natürlich wird auch das Netzwerken nicht zu kurz kommen!
Behalte Deine JUGA Mails im Auge, um die Anmeldung und weitere Programmdetails nicht zu verpassen. Wir freuen uns auf Deine Teilnahme!
JUGA Winter School – Rückblicke
JUGA Winter School 2026
Am 23. und 24. Januar fand an der Uniklinik Köln die diesjährige JUGA Winter School statt. Rund 50 junge Gastroenterologinnen und Gastroenterologen aus ganz Deutschland machten sich auf den Weg an den Rhein – nicht wegen des Doms, sondern für ein intensives und praxisorientiertes Fortbildungsprogramm.

Unter der Leitung der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie der Uniklinik Köln mit ihrem Direktor Prof. Dr. Neumann-Haefelin sowie der exzellenten Organisation durch PD Dr. Gabriel Allo wurde den Teilnehmenden eine Winter School geboten, die fachliche Tiefe, praktisches Training und kollegiale Atmosphäre auf gelungene Weise verband.
Herzstück der Veranstaltung waren Workshops in kleinen Gruppen mit erfahrenen Tutorinnen und Tutoren aus dem Team der Uniklinik Köln und der JUGA. Prominent war das endoskopische Training:

An modernen Simulatoren konnten endoskopische Fertigkeiten von den ersten vorsichtigen Bewegungen bis hin zu fortgeschrittenen Prozeduren erlernt und vertieft werden. Auf dem Programm standen u.a. Polypektomien, Blutstillungsverfahren sowie die Anlage von PEG-Sonden. Dank der engagierten Betreuung durch erfahrene JUGA-Referentinnen und -Referenten blieb genügend Raum für individuelles Feedback – und für die Erkenntnis, dass Übung bekanntlich auch in der Endoskopie den Meister (oder zumindest den nächsten Dienst) macht.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sonographie. Neben den Grundlagen der Abdomensonographie konnten die Teilnehmenden insbesondere ihre Kenntnisse in der Darmsonographie und im Kontrastmittel-Ultraschall (CEUS) erweitern. Theorie und Praxis gingen dabei Hand in Hand, sodass viele wertvolle „Aha-Momente“ direkt am Ultraschallgerät erlebt wurden.

Ergänzt wurde das praktische Programm durch ein Manometrietraining, das die funktionelle Diagnostik des Gastrointestinaltrakts anschaulich vermittelte. Darüber hinaus boten Seminare zu weiteren Themen der Gastroenterologie (CED, Ernährung) und Hepatologie Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Diskussion – getragen von einer Vielzahl engagierter JUGA-Referentinnen und -Referenten.
Dass Fortbildung in Köln nicht nur lehrreich, sondern auch gesellig sein kann, zeigte der Gesellschaftsabend im Brauhaus Früh. Bei Kölsch und rheinischer Küche wurde weiter diskutiert, gelacht und genetzwerkt – ganz im Sinne des kölschen Mottos, dass man Dinge am besten gemeinsam angeht.
Die JUGA Winter School 2026 in Köln war damit nicht nur erneut eine fachlich hochwertige Fortbildungsveranstaltung, sondern auch ein gelungenes Beispiel dafür, wie Lernen, Austausch und ein kleines Augenzwinkern zusammenpassen. Oder, um es kölsch zu sagen: Et hätt noch immer jot jejange – insbesondere für den begeisterten gastroenterologischen Nachwuchs.
Autoren
Gabriel Allo, Köln, Simon Weidlich, München
JUGA Winter School 2025
Vom 24. bis 25. Januar öffnete die JUGA Winter School wieder ihre Pforten für junge Ärzt*innen aus ganz Deutschland, um gemeinsam Wissen und technische Skills auszubauen, Netzwerke zu knüpfen und einen Blick in die Gastroenterologie der Zukunft zu werfen.

Gastgeber war dieses Mal das Universitätsklinikum Augsburg, weshalb der endoskopische Schwerpunkt im Programm spürbar war. Neben Basics wie dem Üben am Trockenmodell und Simulator, konnten die Teilnehmenden die Tipps der Expert*innen zu Blutstillung und Polypektomie-Techniken direkt am Tiermodell ausprobieren. Für fortgeschrittene Teilnehmer wurde sogar ein Einblick in ESD- und POEM-Techniken ermöglicht.
Das umfangreiche Programm beschränkte sich aber nicht auf die Endoskopie: Hands-on-Kurse in Sonographie und Funktionsdiagnostik wurden durch Themenseminare aus der gesamten Breite der Gastroenterologie ergänzt, von der Ernährungsmedizin über das Gerinnungsmanagement bis zur GI-Tumorkonferenz.
Ein Novum war dieses Jahr auch der Fokus auf Karriereentwicklung und Interprofessionalität. Workshops wie „Zeit- und Selbstmanagement“, „Training the NextGen“ und „Möglichkeiten und Netzwerke“ boten wertvolle Soft Skills für den gastroenterologischen Nachwuchs. Zudem wurde in Seminaren und Workshops gemeinsam mit der Endoskopie-Pflege geübt und diskutiert.
Nach der harten Arbeit durfte auch ein zünftiges Abendprogramm nicht fehlen. Im Brauhaus zogen sich bei gutem schwäbisch-bayerischem Essen die Gespräche bis tief in die Nacht. Dennoch wollte am Samstagmorgen niemand die Keynote von Prof. Ebigbo zur KI in der Endoskopie verpassen und nach einem weiteren Tag voller Workshops wurde sogar noch die Besichtigung eines Entwicklungszentrums für Endoskope angeboten.
So fiel nach zwei Tagen voller wertvoller Praxiserfahrungen, Wissenserwerb und vieler geknüpfter Freundschaften der Abschied nicht leicht, und die Vorfreude auf die Winterschool 2026 war deutlich spürbar. Ein großer Dank gilt dem Organisationsteam, dem Industrie-Support sowie natürlich allen Referierenden und Unterstützenden, die dieses vielseitige Programm ermöglicht haben.
Autor
Christopher Dietz-Fricke, Frankfurt
JUGA Winterschool 2024: „Gemeinsam für eine starke Zukunft in der Gastroenterologie!“

Die junge Gastroenterologie (JUGA) der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) blickt zurück auf die erfolgreiche Winter School in Göttingen, die am 19. und 20. Januar 2024 an der Klinik für Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie unter Leitung von Herrn Prof. Ellenrieder stattfand.
Trotz Schnee und Eis kamen dieses Jahr 54 junge Ärzt*innen und Studierende im Rahmen der alljährlichen Winter School der JUGA an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) aus allen Teilen Deutschlands zusammen.
Die Winter School bot über zwei Tage ein umfangreiches Programm mit über 25 exzellenten Referierenden, Helferinnen und Helfern.
Hierfür wurden die Teilnehmenden in Kleingruppen, angepasst an den Weiterbildungsstand, eingeteilt. Anhand einer Vielzahl von Themengebieten konnten sich die Teilnehmenden im Vorfeld ein eigenes Programm zusammenstellen. Dieses gestaltete sich aus verschiedenen Hands-on-Stationen und themenspezifischen Seminaren.
Im endoskopischen Schwerpunktzentrum der Klinik für Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie der UMG wurden dieses Jahr insbesondere eine Vielzahl endoskopischer Highlights angeboten. Neben Einführungskursen in die Gastroskopie wurde unter anderem die endoskopische Submukosa-Dissektion (ESD) im Schweinemagen-Modell oder die Anlage von Lumen apposing metal stents (LAMS) trainiert. Zum Training der Blutstillung wurde ein Over the scope clip (OTSC)-Modell zur Verfügung gestellt. So konnte adaptiert an den individuellen Weiterbildungsstand, mit Unterstützung der Industrie, für alle Teilnehmenden ein passendes Programm gewährleistet werden.
Abseits der Endoskopie wurde in verschiedenen Sonographie-Workshops unter anderem die Lebersonographie, die Leberzielpunktion oder die sonographische Anlage von Aszitesdrainagen trainiert. Eingerahmt wurden die Workshops durch ein vielseitiges Seminarprogramm, bei dem durch die kleine Gruppengröße ein reger und partizipativer Austausch entstand. So wurde z.B. über Antibiotic Stewardship, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, erhöhte Leberwerte, gastrointestinale Tumore oder Ernährungsmedizin diskutiert.
Abgerundet wurde das Programm durch ein abendliches Get-together, bei welchem es Gelegenheiten gab, neue Netzwerke zu knüpfen und Erlebtes auszutauschen.
Danach ging es weiter durch die Göttinger Kultur-Bar-Szene der Studierendenstadt.
Die diesjährige Veranstaltung war die größte JUGA-Winterschool der vergangenen Jahre mit durchweg sehr positiver Resonanz der Teilnehmenden. Sie bot den Kolleg*innen eine großartige Gelegenheit ihr Wissen zu erweitern, neue Fähigkeiten zu erlernen und neue Einblicke in noch unbekanntes Terrain zu erhalten.
Umso mehr gebührt ein großer Dank dem Organisationsteam der JUGA (Lukas Welsch, Stefanie Reichermeier, Sabrina Sulzer, Lukas Hiebel, Marcus Hollenbach, Jamal Ali und Johanna List), welche in den letzten Monaten viel Zeit geopfert haben, um dieses vielseitige Programm auf die Beine zu stellen. Selbstverständlich gebührt auch der DGVS, allen Dozierenden, Studierenden sowie Mitarbeitenden der UMG und der Industrie ein großes Dankeschön!
Wir als JUGA sind stolz, ein Teil einer so engagierten Gemeinschaft zu sein und freuen uns auf viele weitere Veranstaltungen, insbesondere auf die Winter School im nächsten Jahr mit spannenden neuen Highlights.
Autor*innen
Lukas Hiebel, Göttingen
Sabrina Sulzer, Göttingen
Lena Sophie Bohne, Göttingen
Jacob Hamm, Göttingen

JUGA Winter School 2023: Freude über Präsenz
Die JUGA bietet mit der JUGA Winter School ein Boot Camp für Studierende und Assistenzärzt*innen an, wobei die Teilnehmenden im Vorfeld aus mehreren Workshops rund um die Gastroenterologie ihre Favoriten auswählen und anschließend je nach Erfahrung in Kleingruppen gematcht wurden. Kann man sich eine bessere Lernatmosphäre vorstellen, als wenn sich junge Ärzt*innen ihre Themen und Hands-On Kurse selbst zuteilen und dann ganz viel Zeit zum Üben und Fragen stellen mit versierten Referierenden haben? Sicherlich nicht! Entsprechend hoch war die Nachfrage, wobei die Interessierten aus allen Ecken Deutschlands angereist kamen.
Am Freitag wurden die Teilnehmenden sehr herzlich im Universitätsklinikum Regensburg (bei kleinem Mittagssnack, weil ‘man sich ja auch gut aufgehoben fühlen sollte’) von Frau Prof. Dr. med. Müller-Schilling und ihrem Team der Klinik für Innere Medizin I empfangen. Nach Begrüßung und Vorstellung der Klinik sowie einem spaßigen Gruppenfoto ging es direkt mit den Workshops los.
Je nach persönlichem Stundenplan wurden parallel Patient*innen und ihre Krankheitsbilder auf der gastroenterologischen Intensivstation vorgestellt, in einem anderen Zimmer wurden an Modellen erste Versuche am Gastroskop durchgeführt. Es war ein buntes Treiben, als begeisterte Teilnehmende aus dem Workshop kamen, in dem das Rätsel von Leberwerterhöhungen einer Patientin gelöst wurde und es dann direkt weiter ging, um sonographische Grundkenntnisse im eFast oder beim Suchen der Gallenblase weiterzuentwickeln. Die JUGA hatte bei der Organisation ganze Arbeit geleistet, sodass das Lernen in den kleinen Gruppen besonders intensiv und nachhaltig wurde.
Die Zeit verging zwischen den vielen Workshops wie im Flug, sodass nach einer Fazit-Runde nun Zeit für den Check-In in der gebuchten Unterkunft war. Ganz neu war dieses Mal das Angebot des Couch-Surfings. Hierbei stellten Ärzt*innen aus Regensburg ihr Sofa für eine Nacht zur Verfügung. Alternativ konnten wir etwas Stadtgeschichte erleben und die Zeit im Hotel Bischofshof genießen, dem Vorläufer des Regensburger Doms. Danach traf man sich in einem italienischen Restaurant. Bei Pizza, Pasta, Wein und Antipasti wurde viel gelacht und neue Bekanntschaften geknüpft. Im Anschluss wurden noch Bars und Clubs der mittelalterlichen Altstadt von Regensburg besucht.
Trotz des langen und ereignisreichen ersten Tages waren alle (halbwegs…) pünktlich und wach am Samstagmorgen wieder im Seminarraum, um sich von Frau Prof. Dr. med. Müller-Schilling und Frau Dr. med. Sophie Schlosser Tipps für die Weiterbildung in der Gastroenterologie geben zu lassen. Die Begeisterung für dieses Fach war von beiden mehr als deutlich zu spüren, weil ‘Gastroenterologie ja eigentlich so viele verschiedene tolle Aspekte beinhaltet, da ist für jeden etwas dabei’. Die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie wurden ebenso beleuchtet, wie die Sinnhaftigkeit eines Mentorensystems während der Weiterbildung. Fazit: ‘Vernetzt euch!’
Anschließend ging es mit Freude in die zweite Runde der Workshops. Bei einigen Gruppen stand der Doppler der Lebergefäße oder das Versorgen einer Blutung auf dem Plan, andere besprachen onkologische Therapien oder CED-Fälle. Voller neuer Kenntnisse und Erfahrungen, aber auch etwas traurig, dass die zwei Tage so schnell vorbeigingen, versammelten sich alle wieder zur Verabschiedung. Nur eine Gruppe fehlte. Es musste noch eine komplizierte Blutung im Schweinemagen gestillt werden….
Doch nachdem der ‘Patient’ auch hier mit OTSC-Applikation gerettet werden konnte, konnte ebenfalls der Hunger gestillt werden. Mit einer traditionellen bayerischen Brotzeit mit Weißwurst, Obazda und Brezel wurden alle Beteiligten von dem gesamten Team verabschiedet.
Wir bedanken uns bei dem Team der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Regensburg, den Referierenden, den Schauspielpatienten und großen und kleinen Helfern für die beiden tollen Tage der JUGA Winter School 2023 und die hervorragende Organisation! Es war ein Highlight im gastroenterologischen Fortbildungsangebot und definitiv nachahmenswert. Wir freuen uns schon, wenn dieses Format wieder regelmäßig im Winter angeboten werden kann, um noch vielen anderen jungen Ärzt*innen die Freude an der Gastroenterologie nahe bringen zu können. Und wir freuen uns, die Eine oder den Anderen Kollegen nächstes Jahr wieder sehen zu können.
Dank vorausschauender Planung konnte die traditionelle JUGA Winter School dieses Jahr am 02. April 2022 digital als JUGA Winter School light abgehalten werden. Die anrollende Omikron-Welle hatte eine Verlegung der Veranstaltung ins Frühjahr notwendig gemacht. Leider zwangen uns die Regularien dann doch, unseren geplanten Hands-on-Kurs als eine virtuelle Veranstaltung umzusetzen.
Die JUGA Winter School richtet sich an Kolleg*innen in den ersten Weiterbildungsjahren und soll diesen die Faszination der Gastroenterologie näherbringen. In den vergangenen Jahren gehörten, neben der interaktiven Wissensvermittlung in Kleingruppen, insbesondere erste endoskopische Gehversuche an Simulatoren oder ex-vivo-Modellen zu den Highlights des zweitägigen Kurses.
Erfreulicherweise gelang es dem Organisations-Team, die Begeisterung auch in das digitale eintägige Format zu retten und nahezu die komplette Breite der Gastroenterologie abzubilden. Mit 40 registrierten Teilnehmenden stieß auch dieses reduzierte Konzept auf lebhaftes Interesse.
Als Referierende konnten auch dieses Jahr wieder erfahrene Kolleg*innen aus dem Kreis der JUGAs gewonnen werden. Insbesondere ist die Bereitschaft der Referierenden hervorzuheben, die sich das erste Mal im Rahmen der JUGA aktiv eingebracht haben.
Den inhaltlichen Auftakt machte Stavros Dimitriadis aus Essen. Er beleuchtete systematisch Blutungsquellen im Gastrointestinaltrakt und deren endoskopische Therapie. Valentin Blank und Albrecht Böhlig aus Leipzig führten die Zuhörer im Folgenden an den abdominellen Ultraschall hin. Über die Abklärung erhöhter Leberwerte referierte Katharina Willuweit aus Essen. Bevor es in die wohlverdiente Mittagspause ging, erfuhren die Teilnehmenden von Marlies Vornhülz aus München den aktuellen Stand zum Management der akuten und chronischen Pankreatitis. Den Auftakt in die Nachmittagssession machte Kien Vu Trung aus Leipzig, der – unterstützt von Marcus Hollenbach – den Teilnehmenden das endoskopische Equipment und dessen Handhabung näherbrachte. Zum Abschluss des Programms berichtete Lukas Welsch aus Frankfurt über Entscheidungswege in der ZNA anhand von Fallbeispielen.
Trotz eines guten fachlichen Austausches kann über den mangelnden persönlichen Kontakt und die eingeschränkten Möglichkeiten zur Vermittlung praktischer Fertigkeiten nicht hinweggetäuscht werden, sodass für das kommende Jahr die Planung wieder auf ein Präsenzformat zugeschnitten sein wird. Wir freuen uns alle auf die JUGA Winter School 2023, die voraussichtlich in Regensburg stattfinden wird.
Autoren
Marcus Hollenbach, Leipzig
Lukas Welsch, Frankfurt

