Pressemitteilungen

Hier finden Sie alle Pressemitteilungen der DGVS chronologisch sortiert. Sie haben Fragen zu einzelnen Themen? Wenden Sie sich an unsere Pressestelle unter den nebenstehenden Kontaktdaten.

Berlin, 16.05.2019

Zunahme chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen: Bedarf an neuen, nebenwirkungsarmen Behandlungskonzepten

Blutige Durchfälle und heftige Bauchschmerzen kennzeichnen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Sie können für Betroffene zur Qual werden und reduzieren die Lebensqualität stark. Die Zahl der Patienten nimmt weltweit seit Jahrzehnten zu. In Deutschland sind aktuell geschätzte 400.000 Menschen von CED betroffen. Besonders stark steigen die Erkrankungszahlen in Südostasien, Mittel- und Südamerika – ein Hinweis darauf, dass es sich bei CED zumindest teilweise um eine Zivilisationskrankheit handelt. Derzeit sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen nicht heilbar und es besteht ein hoher Bedarf an neuen, nebenwirkungsarmen Behandlungskonzepten. Auf der Jahres-Pressekonferenz der DGVS sprachen Experten darüber, welche Rolle die intestinale Mikrobiota, die individuelle Zusammensetzung der Darmbakterien, bei der Entstehung von CED spielt und ob eine Modulation dieser Mikrobiota Patienten helfen kann.

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Berlin, 02.05.2019

Unzureichende Früherkennung bei zwei Drittel der Darmkrebstoten in US-Studie
DGVS ruft dazu auf, neue Angebote zur Darmkrebsfrüherkennung zu nutzen

Mitte April 2019 sind die neuen Regelungen zur Darmkrebsfrüherkennung in Kraft getreten: Männer haben nun bereits ab dem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Vorsorge-Koloskopie. Ab Juli 2019 werden zusätzlich alle Versicherten ab dem 50. Lebensjahr von ihren Krankenkassen zur Teilnahme am Darmkrebs-Screening eingeladen. Wie bedeutend die Früherkennung ist, zeigt eine aktuelle Auswertung von US-Daten: In etwa 76 Prozent der Darmkrebstodesfälle waren die Betroffenen zuvor überhaupt nicht oder nur unzureichend auf Darmkrebs gescreent worden. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) empfiehlt daher, die erweiterten Früherkennungsangebote unbedingt zu nutzen.

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Berlin, 23.04.2019

Gesundheit durch Gastroenterologie: DGVS startet Informationskampagne

Magen, Darm, Leber, Speiseröhre, Galle und Bauchspeicheldrüse – das Fachgebiet der Gastroenterologie umfasst nicht nur ein einzelnes Organ, sondern ein komplex vernetztes Organsystem. Krankheiten der Verdauungsorgane sind Volkskrankheiten: Jedes Jahr werden in Deutschland 2,5 Millionen Patienten mit diesen Krankheiten in Kliniken behandelt – Tendenz steigend. Um auf die große Bedeutung der Verdauungsorgane für Gesundheit und Allgemeinbefinden aufmerksam zu machen, startet die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) die Initiative „Gesundheit durch Gastroenterologie“, die Patientenaufklärung mit konkreten politischen Forderungen verbindet.

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Berlin, 11.03.2019

Alkohol: Billig, verfügbar, Krebs erregend

Die Deutschen trinken zu viel Alkohol - dadurch werden über 200 Erkrankungen begünstigt, auch das Krebsrisiko steigt. Wissenschaftler fordern mehr Aufklärung, höhere Steuern und ein Verkaufsverbot an Jugendliche.

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Berlin, 15.01.2019

Leitlinie zur Diagnose und Behandlung des Ösophaguskarzinoms aktualisiert

Etwa 5700 Männer und 1700 Frauen sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts im Jahr 2018 neu an Speiseröhrenkrebs erkrankt – damit zeigen die Erkrankungszahlen eine steigende Tendenz. Speiseröhrenkrebs ist aufgrund seiner Lage und wegen häufiger Begleiterkrankungen komplex in der Therapie und muss interdisziplinär behandelt werden. Daher kommt der Leitlinie, die das diagnostische und therapeutische Vorgehen beim Ösophaguskarzinom fächerübergreifend regelt, eine besondere Bedeutung zu. Drei Jahre nach ihrer Erstfassung wurde der Text nun von einem Expertengremium aktualisiert. Zukünftig soll die Leitlinie – gemäß dem Konzept einer „living guideline“ – kontinuierlich aktualisiert werden. Die aktuelle Leitlinie entstand im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie und unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

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