Pressemitteilungen

Hier finden Sie alle Pressemitteilungen der DGVS chronologisch sortiert. Sie haben Fragen zu einzelnen Themen? Wenden Sie sich an unsere Pressestelle unter den nebenstehenden Kontaktdaten.

Berlin, 23.07.2021

Reizdarmsyndrom – Aufruhr im Darm: Gastroenterologen veröffentlichen aktualisierte S3-Leitlinie

Immer wieder krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, ohne dass eine eindeutige organische Ursache auszumachen ist – das sogenannte Reizdarmsyndrom (RDS) kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Zwischen vier und zehn Prozent der Deutschen sind von der Erkrankung betroffen. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und die Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität e. V. (DGNM) haben in Zusammenarbeit mit 17 weiteren Fachgesellschaften nun die aktualisierte S3-Leitlinie „Reizdarmsyndrom“ veröffentlicht. Sie fasst den aktuellen Wissensstand zu Diagnostik und Behandlung des RDS zusammen. Unter anderem wurden darin die Kapitel zur Ernährung, zur psychotherapeutischen Behandlung und zu komplementären Therapien deutlich erweitert, zudem ist erstmals ein eigenständiges Kapitel zum Reizdarmsyndrom bei Kindern enthalten.

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Berlin, 22.07.2021

Unerkannte Hepatitis-Fälle rasch diagnostizieren: DGVS fordert Umsetzung des Hepatitis-Screenings für gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren

Im November 2020 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Aufnahme eines Screenings auf Hepatitis B und C in den Check-up ab 35 Jahren in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen beschlossen. Beide Virushepatitis-Erkrankungen sind hIm November 2020 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Aufnahme eines Screenings auf Hepatitis B und C in den Check-up ab 35 Jahren in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen beschlossen. Beide Virushepatitis-Erkrankungen sind hochansteckend und verlaufen häufig lange symptomlos. Daher ist es wichtig, die Erkrankung durch das Screening frühzeitig zu erkennen, um eine Therapie einleiten zu können. Doch auch ein dreiviertel Jahr nach dem Beschluss können die Versicherten die Leistung noch nicht in Anspruch nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e.V. drängt deshalb anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli auf die zeitnahe Umsetzung des Screenings im Rahmen des Check-up 35 im klinischen Alltag.ochansteckend und verlaufen häufig lange symptomlos. Daher ist es wichtig, die Erkrankung durch das Screening frühzeitig zu erkennen, um eine Therapie einleiten zu können. Doch auch ein dreiviertel Jahr nach dem Beschluss können die Versicherten die Leistung noch nicht in Anspruch nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e.V. drängt deshalb anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli auf die zeitnahe Umsetzung des Screenings im Rahmen des Check-up 35 im klinischen Alltag.

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Berlin, 15.07.2021

Überarbeitete S3-Leitlinie zur Hepatitis-B-Virusinfektion erschienen

Laut Robert Koch-Institut (RKI) gehört Hepatitis B zu den am weitest verbreitenten Infektionskrankheiten weltweit. Deutschland zählt zu den Ländern, in denen Hepatitis B relativ selten vorkommt. Im Jahr 2019 wurden dem RKI insgesamt 8903 Fälle gemeldet. Es kann jedoch kann von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen werden. Wird die Erkrankung früh erkannt, ist sie fast immer kontrollierbar. Bei der jetzt erschienenen, überarbeiteten S3-Leitlinie zur Hepatitis-B-Virusinfektion wurde ein besonderes Augenmerk auf die Screening- und Diagnostik-Empfehlungen gelegt, aber auch die Therapie-Empfehlungen umfassend überarbeitet.

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Berlin, 23.06.2021

Erstmals S3-Leitlinienempfehlungen für Gallenblasen- und Gallenwegkrebs erschienen: Leitlinie Leberkrebs um biliäre Karzinome erweitert

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) die S3-Leitlinie zum hepatozellulären Karzinom aktualisiert und um die Tumorentität der biliären Karzinome erweitert. Somit gibt es nun erstmals S3-Leitlinienempfehlungen zu biliären Karzinomen, zu denen das Gallenblasenkarzinom und Tumoren der Gallenwege zählen. Die Leitlinie soll dazu beitragen, für Betroffene mit Leberkrebs oder biliären Karzinomen eine angemessene und evidenzbasierte Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

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Berlin, 10.06.2021

Fachgesellschaften fordern bessere Früherkennung und Versorgung der Fettleber

Am 10. Juni findet der weltweite NASH-Tag statt, an dem auf die Gefahren durch die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH), auch als Fettleber-Hepatitis bezeichnet, hingewiesen wird.

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS), die Deutsche Adipositas Gesellschaft e.V. (DAG), die Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG), die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie e.V. (DGK), der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen (bng) und die Deutsche Leberstiftung nutzen diesen Tag zum Schulterschluss und fordern gemeinsam, die nicht-alkoholische Fettleber (NAFL) und die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH) in die Disease-Management-Programme (DMP) für Diabetes und Adipositas aufzunehmen. Sie fordern außerdem, dass die Bekämpfung der Volkskrankheit Fettleber als Gesundheitsziel im Sozialgesetzbuch verankert wird.

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