Frühe Nutzenbewertung & Stellungnahmen

Die DGVS gibt regelmäßig selbstständig oder in Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden offizielle Stellungnahmen heraus, um ihren Standpunkt zu aktuellen Themen zu begründen und zu vermitteln.

  • 06/05/2026

    Stellungnahme zur Nutzenbewertung Toripalimab (Plattenepithelkarzinom des Ösophagus, Erstlinie, inoperabel fortgeschritten, rezidivierend oder metastasiert, in Kombination mit Cisplatin und Paclitaxel)

    Laut den Stellungnehmenden führt Toripalimab zu einer statistisch signifikanten Verlängerung des progressionsfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens, geht jedoch zugleich mit einer höheren Rate unerwünschter Ereignisse einher. Hervorgehoben wird, dass Toripalimab derzeit der einzige unabhängig vom PD-L1-Status zugelassene PD-1-Inhibitor ist und daher auch für Patienten ohne PD-L1-Expression eine Therapieoption darstellt. Gleichzeitig wird jedoch auf die fehlende Möglichkeit zur Quantifizierung eines Zusatznutzens sowie den bislang begrenzten Einsatz in der Versorgung hingewiesen.

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  • 21/04/2026

    Stellungnahme zur Nutzenbewertung Remimazolam (Prozedurale Sedierung)

    Aufgrund des nicht bestätigten Zusatznutzens und wesentlicher Limitationen der zugrunde liegenden Studien betonen die Stellungnehmenden den weiterhin bestehenden Bedarf nach groß angelegten, multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studien in verschiedenen geografischen Regionen sowie unter vereinheitlichten Outcome-Parametern und Komparatoren. Gleichzeitig weisen Sie jedoch auch darauf hin, dass Remimazolam das Spektrum der zur Verfügung stehenden Sedativa erweitert und eine Option für Patientengruppen mit erhöhtem Sedierungsrisiko darstellt.

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  • 02/04/2026

    Stellungnahme zur Darmkrebsfrüherkennung bei familiärem Risiko

    Die DGVS begrüßt die geplante Einführung einer risikoadaptierten Darmkrebsfrüherkennung mit einer einmaligen Koloskopie ab 40 Jahren für Menschen mit familiärem Risiko. Zugleich fordert sie eine verpflichtende wissenschaftliche Begleitung und Re-Evaluation sowie klare Kriterien, um hereditäre Tumorsyndrome zuverlässig zu erkennen und Betroffene einer leitliniengerechten Überwachung und genetischen Abklärung zuzuführen.

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  • 31/03/2026

    Stellungnahme zur Änderung der Mindestmengenregelungen: Änderung der Nummer 13 der Anlage (Kolonkarzinomchirurgie)

    Die Stellungnehmenden bewerten die geplante Erweiterung der OPS-Codes für die Mindestmenge Kolonkarzinomchirurgie um die Codegruppe 5-483.3* aufgrund der distalen Resektionsgrenze bei linksseitigen Karzinomen des Kolons als nachvollziehbar und sinnvoll.

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  • 27/02/2026

    Stellungnahme zur Änderung der Mindestmengenregelungen: Ergänzung einer neuen Mindestmenge (Chirurgie bei Magenkarzinom)

    Auf Grundlage der vorliegenden Evidenz unterstützen die Stellungnehmenden die vorgeschlagene Mindestmenge von 15 Operationen. Gleichzeitig bringen sie Änderungsvorschläge zur Interdisziplinarität des Behandlungsteams, zur perioperativen Immunchemotherapie sowie zur Erweiterung der Diagnosen für bestimmte Krankenhäuser ein.

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  • 23/02/2026

    Stellungnahme zur Nutzenbewertung Avapritinib (Neubewertung Orphan > 30 Mio: Gastrointestinale Stromatumoren)

    Die Stellungnehmenden bewerten den Effekt von Avapritinib auf Ansprech- und Remissionsraten als dramatisch und heben hervor, dass Avapritinib für Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren und einer PDGFRA‑D842V‑Mutation die erste und bislang einzige wirksame medikamentöse Therapieform darstellt. Gleichzeitig betonen sie jedoch die hohe Rate unerwünschter Ereignisse, insbesondere neurokognitive Nebenwirkungen, die eine besondere klinische Aufmerksamkeit erfordern.

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